"Eigene Parteigründung ist doch Quatsch"
14.12.2007 | 19:12 Uhr 2007-12-14T19:12:45+0100Süleyman Kosar begrüßt die Entscheidung für die Einführung eines kommunalen Wahlrechts für Migranten Als ein Zeichen dafür, dass diese Stadt "uns ernst nimmt", wertet Süleyman Kosar, stellv. ...
... Vorsitzender des Ausländerbeirats, das Votum des Stadtrats für die Einführung eines kommunalens Wahlrechts für Migranten. Maria Lüning befragte ihn dazu.Gibt es Reaktionen der türkischen Bevölkerung?Kosar: Die Entscheidug wurde sehr positiv aufgenommen. Sie zeigt, dass wir hier ernst genommen werden und man offen auf uns zugeht.Hat die Entscheidung denn eine direkte Relevanz?Kosar: Nein, eigentlich nicht. Aber nun hat sich Gladbeck als 13. Stadt für ein kommunales Wahlrecht für Migranten ausgesprochen. Die Entscheidung dazu fällt jedoch auf Bundesebene. Das Grundgesetz müsste mit einer Zweidrittel-Mehrheit geändert werden.Sehen Sie da Chancen?Kosar: Warum nicht! Im Jahr 1990 hat es das schon einmal gegeben, um Menschen aus EU-Ländern ein Wahlrecht zu ermöglichen. Und die Große Koalition hat die Absicht im Vertrag erklärt. Es ist traurig, dass es das für uns noch nicht gibt.Die CDU ist anderer Meinung.Kosar: Ja, dabei müsste sie das als Chance sehen. Wir haben ein gutes Verhältnis zu ihnen.Und die Sorge, dass Migranten eine eigene Partei gründen würden?Kosar: Das ist doch Quatsch. Dafür gibt es gar keine Grundlage. Aber wir könnten teilhaben am politschen Leben.Hat sich der Ausländerbeirat bewährt, oder wäre ein Integrationsrat besser gewesen?Kosar: Nein, das wäre nicht anders. Wir arbeiten gut und haben nach drei Jahren einige Erfolge vorzuweisen.
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