E-Scooter: Grüne stellen Fragen

Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will im Verkehrsausschuss des Kreistages über die Entscheidung der Vestischen diskutieren, keine E-Scooter mehr in Bussen zu befördern. Fraktionsvorsitzender Mario Herrmann (Gladbeck) hat beantragt, diesen Punkt auf die Tagesordnung der Sitzung am 13. Februar zu setzen.

Zur Begründung zitieren die Grünen die Vestische, die auf ihrer Webseite verspricht: „Ganz einfach Mobil bleiben.“ Herrmann: „Trotz dieser Aussage bleiben bestimmte Nutzerinnen und Nutzer seit kurzem jedoch vor den Türen der Busse stehen. Begründet wird die Weigerung der Mitnahme von E-Scootern mit dem Verweis auf Sicherheitsprobleme. Die betroffenen Nutzerinnen und Nutzern traf diese Entscheidung ohne Vorwarnung. Dieser Ausschluss vom Transport wird für die Betroffenen zum Problem. Eine alternativ denkbare Anschaffung eines zusätzlichen E-Rollstuhls scheitert an der fehlenden Finanzierungsbereitschaft der Krankenkassen.“

Die Grünen erwarten in der Sitzung des Verkehrsausschusses einen Bericht der Vestischen. Die Fraktion hat dazu einen Fragenkatalog vorbereitet. Die Politiker wollen wissen, wie lange das Nahverkehrsunternehmen wusste, dass diese Entscheidung ansteht und wie das Beförderungsverbot im Vorfeld kommuniziert wurde. Zudem fragen sie, welche konkreten Vorkommnisse ein Risiko beim Transport von E-Scootern belegen, ob es Verkehrsunternehmen gibt, die den Transport von E-Scootern weiter ermöglichen und welche Möglichkeiten es gibt, die Busse so nachzurüsten, dass eine Beförderung von E-Scootern wieder möglich wäre.

Die Fraktion interessiert sich auch dafür, ob Vestische oder Kreisverwaltung über die Schaffung alternativer Beförderungsmöglichkeiten, etwa durch eine Ausweitung von Fahrdiensten, nachdenken. Schließlich fragt die Fraktion, ob es die Vestische angesichts des demographischen Wandels generell für erforderlich hält, ihre Busse anzupassen.