Duo Zeiten-los setzte Glanzpunkte beim Frühlingskonzert

Das Duo Zeiten-los gab in der Christus-König-Kirche in Schultendorf ein viel beachteten Frühlingskonzert.
Das Duo Zeiten-los gab in der Christus-König-Kirche in Schultendorf ein viel beachteten Frühlingskonzert.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Duo Zeiten-los gab ein viel beachtetes Frühlingskonzert in der Christus-König-Kirche. Katja Slawitsch und Katharina Naglav setzten Glanzpunkte.

Gladbeck..  Nur wenige Plätze waren nicht besetzt: Der Sonnenschein, der durch die hohen mit Schwarzlot und Schmelzfarbe gestalteten Fenster der Christus-König-Kirche fiel, unterstrich die Absicht, dem Frühling zu huldigen.

Das Duo Zeiten-los präsentierte einen bunten Strauß bekannter und weniger bekannter Titel vom geistlichen Lied bis hin zum Musicalsong, von der Arie zum Kunstlied passend zur Jahreszeit. Da durften neben der Würdigung der Liebe im Wonnemonat Mai wie durch Ludwig van Beethovens bekanntem Klavierlied „Ich liebe Dich“ in G-Dur, auch nicht als geistliche Komponente die Ave Maria fehlen, ist der Mai doch in christlicher Tradition der Gottesmutter gewidmet.

Katja Slawitsch überzeugte mit ihrem hohen Sopran – auf den Punkt begleitet von Katharina Naglav am Klavier. Insbesondere beim zweiten in seiner getragenen Art fast modern anmutendem Ave Maria, das irrtümlicherweise oft dem Barockmusiker Giulio Caccini zugeschrieben wird, in Wahrheit aber eine Komposition des russischen Gitarristen Wladimir Wawilow ist, war das wunderbare Zusammenspiel zwischen Klavier und Gesang zu beobachten. Katharina Naglav erschuf eine wahre Architektur des Klanges, in der die Stimme Katia Slawitschs wie Licht in dunklen Straßen Glanzpunkte setzen konnte.

Nach der Pause war der Gesang des Blumenmädels Eliza „Ich hätt´getanzt heut´ Nacht“ aus dem Musical „My fair Lady“ einer der Höhepunkte. Hier konnte die Sängerin auch ihre Fähigkeit, Koloratur und Lachen zusammenzubringen, zeigen. Überhaupt stand mit Stücken von Mozart und Strauss, „I will follow him“ aus „Sisteract“ und „Gira con me“ Heiteres in der zweiten Hälfte im Vordergrund. Klar, dass eine Zugabe gegeben werden musste.

Zwei- bis dreimal im Jahr geben die beiden Musikerinnen in der Christus-König-Kirche ein Konzert. Kennengelernt haben sich die Musiklehrerinnen vor fast zehn Jahren auf einer Hochzeit, auf der sie unabhängig voneinander gebucht waren.