DreierPasch strapazierte gehörig die Lachmuskeln

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Benjamin Eisenberg hatte für Donnerstagabend wieder zu einem seiner Kabarettabende ins Lesecafé der Stadtbücherei eingeladen. Mit ins Boot hatte er sich die beiden Mülheimer Kabarettisten René Steinberg und Christian Hirdes geholt, die ein Bühnenprogramm über Politik und Gesellschaft mitbrachten.

Das vergangene Jahr hatte eine ganze Palette an brisanten Themen zu bieten: Ob Ronald Pofallas Wechsel zur Deutschen Bahn, Uli Hoeneß’ Steuerhinterziehung oder Anek­doten aus dem Ruhrpott-Alltag. Wie immer nahm Benjamin Eisenberg kein Blatt vor den Mund, als er davon sprach, wie er die vergangenen Ereignisse erlebt hat: „Uli Hoeneß, nicht einmal ein Jahr im Knast, schon darf er sich um den Nachwuchs von Bayern München kümmern.“ Dass eine Straße nach Hoeneß benannt wird, fehle eigentlich nur noch, um dieses absurde Bild zu komplettieren, findet Eisenberg. Der Kabarettist wusste auch genau, wo diese Straße langführen könnte: Nämlich direkt am Finanzamt in München vorbei.

DreierPasch-Kollege Christian Hirdes sorgte mit selbst geschriebenen Liedern für beste musikalische und humorvolle Unterhaltung. Kleine Alltagsanekdoten bekamen besondere Aufmerksamkeit. So hieß ein Lied: „Tu die wo die war“. Es handelte von einer Ruhrpott-Mami, die ihrer Tochter an der Supermarktkasse befahl, die Süßigkeit zurück ins Regal zu legen. Und schnell stimmte das Publikum lauthals und lachend in den Refrain ein.

Auch René Steinberg, bekannt aus der Humor-Fraktion bei WDR2, strapazierte die Lachmuskeln gehörig. Mit Ronald Pofallas Stimme sagte er: „Stellen Sie sich vor, wie Pofalla im Auftrag der Deutschen Bahn die Gleise im Winter freischleimt.“ Bei dieser Vorstellung konnten sich die Zuschauer kaum halten. Eine Besucherin war so außer sich, dass Steinberg sich fast Sorgen um ihr Wohlergehen machte.

Lutz Laarmann, Kabarettfan und regelmäßiger Besucher der Veranstaltungsreihe: „Ich finde, es wurde von Mal zu Mal besser und lustiger. Der Abend hat sich für mich absolut gelohnt.“ Eisenberg freute sich über den großen Zulauf und die gute Stimmung: „Diesmal sind auch einige jüngere Menschen im Publikum. Das freut mich besonders, da sonst eher die Altersgruppe Ü40 unsere Kabarettabende besucht.“

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