Domizil der Musikschule heißt jetzt Günter-Waleczek-Haus

Die städtische Musikschule Gladbeck heißt jetzt Günter-Waleczek-Haus. In einer Feierstunde enthüllte Dr. Helfried Waleczek (links) wurde Bürgermeister Ulrich Roland eine Informationstafel am Sitz der Einrichtung am Bernskamp.
Die städtische Musikschule Gladbeck heißt jetzt Günter-Waleczek-Haus. In einer Feierstunde enthüllte Dr. Helfried Waleczek (links) wurde Bürgermeister Ulrich Roland eine Informationstafel am Sitz der Einrichtung am Bernskamp.
Foto: Funke Foto Services
Ehrendes Gedenken an Günter Waleczek, den 2014 gestorbenen Vater der Musikschule Gladbeck. Beim Festakt spricht Sohn Dr. Helfried Waleczek.

Gladbeck..  Er gilt als der Vater der städtischen Musikschule, ihm verdanken die Gladbecker diese Einrichtung, die dem Nachwuchs die Welt der Klänge erschließt. Der Name Günter Waleczek ist untrennbar verbunden mit der Bildungsstätte, die in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Der Musikschul-Gründer starb im vergangenen Sommer 89-jährig, doch er ist unvergessen. Ihm zu Ehren wurde gestern dem Gebäude am Bernskamp, in dem junge Talente Flötentöne und mehr lernen, der Name „Günter-Waleczek-Haus“ verliehen.

Erinnerung in Dankbarkeit

Mit diesem Akt würdigt die Stadt die Lebensleistung eines unermüdlichen Mannes, der bei Generationen von Mädchen und Jungen die Liebe zur Musik geweckt hat. Waleczek baute die Einrichtung auf, machte sie „zu einem Haus der Musik und Kultur“, wie Bürgermeister Ulrich Roland vor den Gästen betonte, darunter Witwe und Sohn des Gründers. In Dankbarkeit würden sich die Gladbecker an den Vater der Musikschule erinnern. Nicht nur dessen Name prangt nun am Domizil der Einrichtung: Eine Tafel informiert über die Geschichte der ehemaligen Berginspektion, unter deren Dach heutzutage musiziert und getanzt wird, und über Waleczeks Biografie.

Bühne frei für junge Interpreten

Und wieder einmal – wie sollte es bei solch einem Anlass auch anders sein – gehörte die Bühne Nachwuchs-Interpreten. Junge Sänger, eine Kooperation von Josef- und Musikschule, ließen unter Leitung von Annette Sojčić das Publikum hören, dass Kinder gerne baden gehen. Schüler aus der Geigenklasse von Berta Walter-Hamza spielten unter anderem Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Da lehnten sich sogar Zuhörer aus den Fenstern des Gebäudes . . .

Mut, langer Atem und Beharrlichkeit

„Das hätte meinen Vater sicher gefreut, in einem Haus zu sein, in dem Kinder die erste Geige spielen“, sagte Sohn Dr. Helfried Waleczek. Sein Vater sei wahrscheinlich ein geborener Pädagoge gewesen: „Er hat Kinder hoch geachtet, und sie haben ihn gemocht.“ Und er sei alles andere als ein Träumer gewesen. Durch Mut, langen Atem, Beharrlichkeit und die Kraft, auch mit Zweifeln umzugehen, sei es ihm gelungen, seine Vision von einer Musikschule für Gladbeck mit einem festen Sitz in die Tat umzusetzen – das Lebenswerk von Günter Waleczek.