Die Politik und die Wirklichkeit. . .
18.06.2009 | 13:58 Uhr 2009-06-18T13:58:00+0200Vehement streiten sich derzeit SPD und CDU über die Lehrerstellen-Besetzung an den Schulen – doch das Thema bleibt für Eltern und Kinder kaum fassbar, wenn sich Politiker gegenseitig die Meinung sagen und mit Statistiken und Zahlenreihen hantieren.
Die Lehrerversorgung – da kommt es auf den Einzelfall, auf den einzelnen Standort an. Und auf oft auch auf konkrete Lebenssituationen. So meldete sich am Donnerstag Hajo Steffen in der WAZ-Redaktion: Sein Sohn Anton besucht derzeit die Klasse 2 c der Vinzenzgrundschule in Butendorf. Die Klassenlehrerin der 2 c ist laut Hajo Steffen derzeit schwanger, aber noch nicht in Mutterschutz. Gleichwohl falle die Pädagogin aufgrund ihrer Schwangerschaft jetzt „fast pausenlos aus”, erläutert Hajo Steffen. Und das hat konkrete Unterrichtsfolgen: Vertretungslehrer stünden nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung, die Kinder würden in andere Parallelklassen gesetzt oder auch von wechselnden Sozialpädagogen unterrichtet.
So kann es also einem bestimmten Jahrgang an einem bestimmten Schulstandort ergehen; gleichzeitig gibt es auch in Gladbeck Grundschul- und Schulstandorte, an denen derzeit so gut wie alle eingeplanten Lehrer präsent sind – Standorte also ohne größere Unterrichtsausfälle und mit durchaus überschaubaren Klassengrößen. Eine solche Situation gibt es derzeit laut Schulleiter Manfred Lauffs zum Beispiel am Ratsgymnasium.
Das Thema hat also viele Facetten – in einem Punkt sind sich aber fast alle Eltern einig: „Der plakative Politikerstreit bringt uns im Alltag gar nichts.” Das meint auch Hajo Steffen. . .
09:23
Wenn man nicht der SPD und nicht der CDU vertraut, soll man doch bei den Gladbecker Schulen nachfragen. Es gibt genug Beschwerden von Eltern und Schülern. Ich höre immer wieder davon. Das ist zwar an jeder Schule für sich genommen wieder anders, aber grundsätzlich ein Problem.
Die Landesregierung sollte mal ihre Wahlversprechen von 2005 nachlesen. Die WAZ will das unbequeme Thema wohl mal wieder unter den Tisch kehren. Politisch unabhängig ist das nicht.
Und DIE POLITIKER gibt es nicht. Jeder ist anders.
09:16
Das Problem bei den Politikern besteht darin, dass die die den Mund weit aufreizen keine Ahnung von Praxis und Wirklichkeit haben. Das ist bei einigen kommunalen sowie bei der Landesregierung zu beobachten. Sie wollen alle in die Bildung investieren - wissen aber nicht wo es am sinnvollsten ist. Vor allem unsere NRW Bildungsministerin ist die größte vollpfeife, die herumlaufen darf. Soll sich der Bildungsausschuss doch mal die Situationen in den Schulen anschauen, dann werden sie sehen, dass es dort nichts zu diskutieren gibt sondern zu reagieren gilt.