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GWG-Fahrt nach München

Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro

02.09.2008 | 07:30 Uhr

Es bleibt dabei: Die einen sehen in der GWG-Tour nach München eine Instinktlosigkeit. Die anderen bewerten die Fahrt als sachlich gerechtfertigt und sinnvoll.

Auch in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses blieb es bei den bekannten Positionen – die einen sehen die München-Dienstreise von GWG-Aufsichtsratsmitgliedern im September 2007 als sachlich gut gerechtfertigte Informationsfahrt an, die anderen sprechen mit Blick auf die krisenhafte GWG-Finanzsituation von einer außerordentlichen politischen „Instinktlosigkeit”.

5311,80 Euro kostete die München-Dienstreise die Gladbecker Wohnungsgesellschaft. Auch das wurde am Montag bekannt. Zu den Teilnehmern zählten im September 2007 Aufsichtsrats-Chef Wolfgang Wedekind und Frank Nickel (beide SPD), Jürgen Zeller (CDU) sowie GWG-Geschäftsführer Ralf-J. Schnittker und der städtische Vertreter im Aufsichtrat, Lothar Romberg, der allerdings an der Dienstreise auf eigene Kosten teilnahm und sich darüber hinaus für die Münchenfahrt Urlaub nahm. Reinhold Fischbach (CDU) sagte die Reise nach reiflicher Überlegung, wie der CDU-Fraktionschef erklärte, kurzfristig ab.

GWG-Aufsichtsrats-Chef Wolfgang Wedekind schilderte gestern im Ausschuss im Detail den Ablauf der Reise, die ein umfangreiches Informations- und Arbeitsprogramm beinhaltet habe. In München sei es um konkrete Projekte gegangen, die für die GWG-Arbeit in Gladbeck von großem Interesse gewesen seien.

Dass dann nach Ablauf dieses umfangreichen Arbeitsprogramms für die Teilnehmer noch die private Gelegenheit bestanden habe, die Reise „auch zu einem persönlichen Event” zu machen, sei nicht zu beanstanden, sagte Wolfgang Wedekind mit Blick auf das zeitgleich in München stattfindende Oktoberfest.

Mehrfach fragte DKP-Fraktionschef Gerhard Dorka: „Was kostete die Reise?” Der konkrete Euro-Betrag wurde zum Schluss der Diskussion dann doch noch genannt.

Es lohne sich nicht, diese instinktlose Reise „endlos zu diskutieren”, ergänzte Dorka, durch dessen Antrag das Dienstreise-Thema ins Rollen gekommen war. Dafür seien die sachlichen und finanziellen Probleme der GWG zu groß. Grünen-Fraktionschef Mario Herrmann fühlte sich derweil bei den Worten von Aufsichtsrats-Chef Wedekind an eine „Nebelmaschine” erinnert, da eine Kern-Frage nicht berührt worden sei. Herrmann: Man hätte erkennen müssen, dass diese Reise „doch nicht so dienstlich war”.

Michael Bresgott

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Kommentare
03.09.2008
14:28
Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro
von nichtsovorschnellbitte | #6

Alle Achtung für H.Romberg der einzige der wahrscheinlich weis was sich gehört.
#4 von ZWECKEL44, vor 18 Stunden

Wer kann denn prüfen wann der Urlaubsantrag gestellt wurde und wann die Kosten abgerechnet wurden?

03.09.2008
07:33
Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro
von Harry Becker | #5

Jeder weiss, dass die Reise überflüssig wie sonst was war. Aber niemand kann es beweisen. Also kommen alle damit davon.

02.09.2008
20:08
Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro
von zweckel44 | #4

Alle Achtung für H.Romberg der einzige der wahrscheinlich weis was sich gehört.

02.09.2008
13:38
Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro
von Hermann Nie | #3

Gladbeck hat es, ...nötig !
Glückauf Gladbeck

02.09.2008
09:59
Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro
von Rosenhügel | #2

Mischpoke!

02.09.2008
09:38
Die Dienstreise kostete 5311,80 Euro
von GWGinteressent | #1

Ob die Fahrt nun gerechtfertigt war oder nicht, kann ein Außenstehender wahrscheinlich nicht beurteilen.
Angesichts der Millionen, die bei der GWG durch die Geschäftsführer Schindler und den Stojan-Intimus Kloetsch versenkt wurden, kommt es auf die 5000 Euro aber auch nicht mehr an, oder?

Witzig ist nur das Verhalten des langjährigen Aufsichtsratsmitgliedes Fischbach. Erst beschließt er die Dienstreise mit, dann sagt er kurzfristig (nach reiflicher Überlegung ?!) ab. So sind die meisten Kosten für seinen Teil der Dienstreise wohl noch entstanden, nur die Informationen, die die anderen Aufsichtsratsmitglieder bekommen haben, die hat er nicht bekommen.
Auffällig ist auch, dass er, wenn er doch plötzlich Skrupel wegen der Dienstreise bekommen hat, die anderen Aufsichtsratsmitglieder nicht gewarnt hat - oder wenigstens doch seinen Parteifreund (oder -feind?) Zeller.

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