Die Abwehr des Plagegeistes „Moped-Fliege“ ist schwierig

Der Name „Moped-Fliege“ für das Insekt Drosophila suzukii ist ein Wortspiel, das an eine japanische Motorradmarke erinnert. Klingt ein bisschen lustig – außer für Obstbauern, Hobby- und Kleingärtner. Denn die nur drei Millimeter kleine Kirschessigfliege, die seit 2014 auch in NRW flächendeckend zu finden ist, verursacht starke Schäden an Beeren- und Steinobst.

Jeder, der seinen Obstkorb in der Küche vernachlässigt, macht zwangsläufig mit der heimischen, harmlosen Variante der Essigfliege Bekanntschaft – sie befällt matschiges Obst, legt Eier in Risse und Löcher der Schale ab. Die asiatische Art ist jedoch – klein, aber gemein – in der Lage, Eier auch in intakten Früchten zu platzieren. Die Larven fressen sie von innen auf.

Gefährdet sind durch die „Moped-Fliege“ Obstsorten mit weicher Schale: Kirsche, Erdbeere, Himbeere, Brombeere, Johannisbeere, Heidelbeere, Tafeltrauben. Aber auch Feigen und winterharte Kiwi werden befallen. Unbeschädigte Äpfel und Birnen scheinen vor Fliegen sicher zu sein.

Was tun? Die Drosophila suzukii kann mit Fallen in der Nähe der Früchte gefangen werden. Empfohlen wird, in den oberen Bereich eines (Trink)- Bechers mit dicht schließendem Deckel Löcher mit einem Durchmesser von 3 bis 4 mm zu bohren. Als Köder kommt naturtrüber Apfelessig ins Gefäß: Etwa zwei bis drei Zentimeter hoch und im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt. Dem Gebräu wird ein Tropfen Spülmittel zugesetzt – er setzt die Oberflächenspannung herab, die Fliegen versinken in der Flüssigkeit.

Zur Hygiene: Ein Befall zeigt sich durch kleine Beschädigungen und eingedrückte weiße Flecken auf den Früchten, sie zerfallen sehr rasch. Bei Befall keine Früchte am Baum oder Strauch belassen, frisch abgefallene Früchte, die Befall aufweisen, einsammeln. Eier und Larven sollten durch „Solarisation“ abgetötet werden: Die Früchte werden in Plastikbeuteln starker Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Dann können sie kompostiert werden. Eine Entsorgung ohne Vorbehandlung bleibt wirkungslos.