DGB: Manager sind schuld am Karstadt-Aus

Bottrop..  DGB-Chef Reinhard Thater führt die Schließung des Karstadt-Hauses auf Managementfehler zurück. „Hätte man den Warenhauskonzern rechtzeitig auf die geänderten Wünsche der Kunden ausgerichtet und die versprochenen Investitionen in die Attraktivität getätigt, hätte das Haus eine goldene Zukunft haben können“, meint er. Schärfere Töne kommen von der Linkspartei. „Spekulanten an der Spitze des Konzerns haben das Unternehmen an die Wand gefahren“, meint Günter Blocks. Wie die Linkspartei ermuntert auch die DKP die Karstadt-Beschäftigten, um ihre Arbeitsplätze zu kämpfen. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Verdi sollten sie mit Protestaktionen die Karstadt-Führung dazu auffordern, den Schließungsbeschluss zurück zu nehmen.

„Für Bottrops City sehe ich schwarz“, meint Linken-Sprecher Blocks. „Die Hansa-Ruine belastet die City“, meint er. Dann sei auch noch der Pro Markt aufgegeben worden. „Wir brauchen jetzt frischen Wind für die City“, fordert der Linke. Auch die Piraten fordern „zügige Lösungen, um drohenden Leerstand in der Innenstadt entgegenzuwirken, sagte Sprecher Dirk Bönte.