DGB fordert Solidarität mit den streikenden Postzustellern

Die Gewerkschaften in der Emscher-Lippe Region stehen solidarisch an der Seite der streikenden Postzusteller. „Das Verhalten der Post ist inakzeptabel. Gewinne zu maximieren und Löhne zu kürzen passt nicht zu unserer sozialen Marktwirtschaft“, sagt DGB Regio-Geschäftsführer Josef Hülsdünker.

Auch der aus Sicht der Gewerkschaft von Postchef Appel „vorgenommene Bruch geltender Verträge, insbesondere Tarifverträge, sowie der illegale Einsatz von Schwarzarbeitern an Sonntagen und der missbräuchliche Einsatz von Beamten als Streikbrecher“ passe nicht zum Sozialstaatgebot des Grundgesetzes und erst Recht nicht zu den Grundsätzen eines Ehrbaren Kaufmanns.

Der Bund als Anteilseigner der Post AG „muss dieses Management in seine rechtsstaatlichen Schranken verweisen,“ fordert DGB RegioGeschäftsführer Josef Hülsdünker.

Laut DGB zeigten die Streikversammlungen in Recklinghausen und Gelsenkirchen die große Empörung bei den Postzustellen. „Die Zerschlagung eines stark gewinnträchtigen Unternehmens in eine Vielzahl von Minigesellschaften ist ein Fluchtversuch aus tariflichen Vereinbarungen und der Unternehmensmitbestimmung. Das wollen die Beschäftigen abwenden, weil Sie dafür mit erheblichen Lohneinbußen zahlen sollen. Um das zu verhindern, unterstützen die Gewerkschaften den Streik der Post- und Paketzusteller, “ erklärt Hülsdünker. „Wir fordern deshalb die politische Öffentlichkeit auf, sich mit den streikenden „Postlern“ zu solidarisieren.“

Paket kam nach WAZ-Artikel an

Schöne Rückmeldung zum Thema: Nachdem die WAZ mit ihrem Bericht bei der Post interveniert habe und sie selbst noch mal aktiv geworden sei, „ist das Paket für meine krebskranke Mutter angekommen“, berichtet Leserin Dagmar Petig, so dass die Seniorin nun beruhigt ihren Erholungsurlaub antreten könne.