Der Feierabendmarkt in Gladbeck startet wohl im Juni

In Dortmund schon gut angekommen: Der Feierabendmarkt
In Dortmund schon gut angekommen: Der Feierabendmarkt
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
In Gladbeck wird es in wenigen Wochen einen Feierabendmarkt geben, der jeden Freitag von 16 bis 20 Uhr am Rathaus zum Einkauf und mehr lädt.

Gladbeck.. In Bottrop und Buer, in Bochum und Aachen gibt es sie längst, die Feierabendmärkte. Bald nun auch in Gladbeck: Die Vorbereitungen für ein solches regelmäßiges Event jeden Freitagnachmittag auf dem Rathausplatz laufen derzeit auf Hochtouren. Start wird voraussichtlich im Juni sein.

Aber wer meint, dieser Markt sei nur ein weiterer Wochenmarkt mit Gemüse, Blumen, Fisch und Käse, der wird von Projekt- und Quartiersentwickler Dr. Siegbert Panteleit eines Besseren belehrt. Die Feierabendmärkte sind anders, eher so, wie Märkte im ursprünglichen Sinne waren: Plätze für den Handel, die auch zentrale Treffpunkte im Viertel oder Stadtquartier sind. Das würde Gladbeck gut tun, ist Dr. Panteleit überzeugt und erläuterte die Vorteile jüngst im Wirtschaftsförderungsausschuss.

Anders als der übliche Markt

„Der übliche Wochenmarkt ist auf dem absteigenden Ast“, glaubt der Fachmann. Nicht wegen des Angebots, sondern weil die Menschen heute anders leben und wochentags oft gar keine Zeit haben zum Einkauf morgens zwischen acht und zwölf Uhr. Im Klartext: Mit der Zielgruppe Senioren allein funktioniert das Marktgeschäft nicht mehr. Will man Berufstätige anlocken, bietet man den Markt nachmittags von 16 bis 20 Uhr an. Und zwar dort, wo das heimelige Platzgefühl zum Verweilen lädt. Wie auf dem Platz zwischen dem alten und neuen Rathaus in Gladbeck.

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Das klassische Angebot

Das Angebot muss klassisch sein, frische, regionale Lebensmittel bieten. „Auf keinen Fall Textilien“, macht Dr. Panteleit klar. Auf jeden Fall aber muss es dazu auch ungewöhnliche Produkte geben, das können vegane Lebensmittel sein oder kulinarische Spezialitäten. Vor allem aber sollte es Ess- und Trinkbares an den Marktständen geben zum Probieren und Verkosten. Das ist mit eine der wichtigsten Zutaten: Die Leute müssen gern verweilen. „So werden Plätze wieder belebt“, weiß Dr. Panteleit. Davon profitieren auch umliegende Geschäfte – in Bochum haben sich die Umsätze verzehnfacht – und die Gastronomie. Wenn die Markthändler um 20 Uhr einpacken, setzen die Besucher ihre Gespräche in der Kneipe oder Pizzeria fort.

Wenn das Angebot stimmt, muss auch die Verlässlichkeit stimmen. „Egal wie das Wetter ist, der Markt muss stattfinden“, betont Dr. Panteleit die Verpflichtung, die mitmachende Händler eingehen. Sonst bleiben die Leute weg. Außerdem wichtig: Der Platz muss wertig daher kommen.

Also lieber ein paar Euro mehr investieren für Bänke und Tische, lautet der Rat. Den werden der erfahrene Markthändler Klaus Piotrowski und die im Getränkehandel und Catering ebenso erfahrene Heidi Kopatz gern befolgen. Der Gladbecker Feierabendmarkt findet unter ihrer Regie statt.