„Der Bücherbus muss bleiben“

Foto: Michael Korte

Könnte Gladbeck zur Not auch ohne Bücherbus auskommen? Die Frage haben wir auf unserer Facebookseite WAZ Gladbeck gestellt. Aktueller Anlass: Die Reparaturen an dem fast 30 Jahre alten Gefährt häufen sich. Die Kosten bereiten Sorgen. Auch momentan kann der Bus seine Runde durch die Stadt nicht drehen. Doch Gladbeck ohne den Service „Bücher auf Rädern“? Auf keinen Fall! So die Meinung der Leute, die den Beitrag auf Facebook kommentiert haben.

Viele können sich ihre Heimatstadt Gladbeck ohne den Bücherbus gar nicht vorstellen. Kindheitserinnerungen werden wach. „Ich bin zum Lesen gekommen, weil der Bus einmal in der Woche auf unserem Schulhof hielt, und das war immer der schönste Tag der Woche für mich“, schreibt eine Nutzerin. Sie habe immer so viele Bücher mitgenommen, wie sie tragen konnte. „Und die habe ich dann immer heimlich unter der Bettdecke gelesen. Der Bus muss blieben!“ Viele stimmen ihr zu, habe ähnliche Erinnerungen an den Bücherbus. In einem Kommentar geht es zudem um den Bildungsauftrag, den ein solcher Service darstellt und auf den eine Stadt nicht verzichten sollte.

„Meine Kinder wären echt traurig, wenn der Bus nicht mehr kommt“, schreibt eine Mutter, verbunden mit dem dringenden Appell, den Bücherbus auf jeden Fall auch weiterhin fahren zu lassen. „Wenn der aufs Abstellgleis kommt, verliert die Stadt“, lautet ein weiterer Kommentar. Und ein anderer Nutzer vertritt die Auffassung, dass die Stadt Gladbeck nicht am Bücherbus sparen sollte: „Kann ja wohl nicht so teuer sein, das Schätzchen mal zu pimpen“.

20 Haltepunkte fährt die „mobile Zweigstelle der Stadtbücherei“ im gesamten Stadtgebiet an. Gut 16.000 Medien - vom Bilderbuch, über Sachbücher für Jugendliche, Lernsoftware, Kindermedien und natürlich auch Romane - können im Bücherbus der Stadt ausgeliehen werden. Auf Wunsch bringt das Team vom Bücherbus aber auch Medien aus der Stadtbücherei an der Friedrich-Ebert-Straße mit.

Noch ein Angebot: Jahr für Jahr besuchen Grundschulklassen den Bücherbus. Er rollt dann einfach auf den Schulhof. So lernen die Jungen und Mädchen schon in jungen Jahren das Angebot der Stadtbücherei kennen - und schätzen.