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Das verflixte „A“

16.02.2010 | 17:57 Uhr
Das verflixte „A“

Gladbeck. Wie das Spiel geht, weiß Nina schon lange. „Wir haben schon als Kiddies hier gestanden“, sagt sie und zeigt auf den Schulhof, der sich in den vergangenen fünf Minuten schlagartig gefüllt hat, denn: 1Live ist am Riesener zu Gast.

Nina gehört Nina mit ihren 19 Jahren zu den Großen; und sie hat dafür gesorgt, dass sich das Riesener-Gymnasium auch in diesem Jahr am Schulduell des Radiosenders 1Live beteiligt. Als Schülerin des 13. Jahrgangs ist Nina dieses Mal keine Zuschauerin, sondern selbst Akteurin.

Die Regeln des Schulduells sind schnell erklärt: 30 Schüler bilden jeweils einen Buchstaben des Alphabets (auch Umlaute und das „ß“ sind dabei). Fünf Fragen müssen so schnell wie möglich beantwortet werden, indem sich die lebenden Lettern nebeneinander aufreihen. Klar, dass in dem Begriff jeder Buchstabe nur ein Mal vorkommen kann.

Nina tritt als „E“ an, wird also voraussichtlich einiges zu tun haben. Doch die anderen haben noch nicht alle zusammen gefunden. „Wo ist das M?“ ruft jemand. „Das M ist Steffi und die ist auf dem Klo“, kommt die Antwort prompt. Hektisch werden die Buchstaben verteilt, bis das Alphabet schließlich parat steht.

Die Generalprobe geht glatt: Innerhalb weniger Sekunden ist „Gladbeck“ zu lesen. Unter den Anfeuerungsrufen der Mitschüler, die sich dieses Pausenspektakel nicht entgehen lassen, geht es los. Nach einer Farbe, die zugleich eine Partei im Bundestag bezeichnet, ist gefragt. „Grün“ steht nach nur vier Sekunden da - ein Blitzstart. Woher der Sänger Jan Delay kommt? Die Antwort zu formen dauert eine Sekunde länger, „Hamburg“ hat ja auch mehr Buchstaben. Dass die olympische Sportart, die aus dem Eisstockschießen entstanden ist, Curling heißt, stellt sich auch recht schnell heraus. 16 Sekunden zeigt die Uhr an, alles bestens.

Bei der nächsten Frage aber bricht das große Durcheinander aus. Ein asiatisches Land (außer China)? „Japan“ brüllen ein paar zuschauende Schüler. Der Versuch schlägt fehl. Wo soll das zweite „A“ herkommen? „Korea“ heißt es nach einigem Hin- und Hergerenne. Doch der Moderator ist streng, der Zusatz „Süd“ fehlt ihm. 34,61 Sekunden und ein Fehler, lautet das Endergebnis. Ein bisschen enttäuscht ist Nina, die einmal als „E“ in Erscheinung trat, schon. Nicht so sehr darüber, dass die Band Silbermond nicht bei ihnen auftreten wird, sondern dass die Schüler des Ratsgymnasium kurz vorher rund zwei Sekunden schneller waren.

Jenny Busche

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