Das Ruhrgebiet ist alles andere als grau

„Pott in Farbe – das Ruhrgebiet kann mehr als grau ...“ – so hat die Gladbecker Künstlerin Susanne A. Schalz eine Reihe überschrieben, in der sie in kräftigen Farben die Landmarken des Ruhrgebiets auf die Leinwand bringt. „Auch dieses Seniorenheim kann mehr als grau“, sagt Gabriele Holtkamp-Buchholz, beim Caritasverband u. a. zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Seniorenbereich. Und weil das beides so gut zusammenpasst, stellt Susanne Schalz jetzt im Johannes-van-Acken-Haus an der Rentforter Straße aus.

Zwei großformatige Bilder hängen schon in der „Galerie“ im 3. Stock der Senioreneinrichtung, direkt unter dem Glasdach: die Maschinenhalle Zweckel und ein „Potpourri“ Gladbecker Motive – vom Wittringer Wald und dem dortigen Stadion über das Rathaus und die Sparkassentürme bis hin zur Neuen Galerie und den Halden. 15 bis 20 weitere Arbeiten kommen bis zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 22. Februar, um 11 Uhr noch dazu. Es sind ausnahmslos Motive aus dem Ruhrgebiet, die alten Industriedenkmäler vor allem, die dank neuer Nutzungen vor dem Abriss gerettet wurden und denen der „Pott“ sein neues Image als Kulturmetropole verdankt. Susanne Schalz liebt das Ruhrgebiet, seit sie vor sechs Jahren von Werden nach Gladbeck zog, und mit ihren farbenfrohen Bildern will sie aufräumen mit dem immer noch weit verbreiteten Klischee von der dreckigen und grauen Region.

Die 48-Jährige hat Design studiert und in diesem Beruf auch lange gearbeitet, eher „nebenbei“ gemalt. Seit 2010 arbeitet sie hauptberuflich als Malerin. Dass sie von der Kunst mittlerweile gut leben kann, verdankt sie vor allem dem „Pott in Farbe“. Die Bilder verkaufen sich prächtig, und bis 2017 ist die Künstlerin ausgebucht mit Ausstellungen.

Umso mehr freuen sich Gabriele Holtkamp-Buchholz und Beate Dembski, die Leiterin des Johannes-van-Acken-Hauses, dass Susanne Schalz trotzdem Zeit für die Senioreneinrichtung gefunden hat. Ausstellungen gehören hier zu den regelmäßigen kulturellen Angeboten. „Unsere Bewohner finden das toll. Sie führen ihre Besucher dann immer ganz besonders stolz durchs Haus“, weiß Gabriele Holtkamp-Buchholz.

Zur Ausstellungseröffnung kann jeder kommen – und mit etwas Glück eine „Kleine Maschinenhalle“ von Susanne Schalz gewinnen. Die Künstlerin stiftet dieses Bild zugunsten des van-Acken-Hauses.