Bei Familie Günthör ist gesunde Küche ein Lebensprinzip

Das isst der Pott Gladbeck - Folge 2

In der 2. Folge unserer Serie "Das isst der Pott" haben wir unsere Leserin Christiane Günthör besucht.
Mo, 04.05.2015, 16.04 Uhr

In der 2. Folge unserer Serie "Das isst der Pott" haben wir unsere Leserin Christiane Günthör besucht.

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Was wir bereits wissen
Bei Günthörs in Ellinghorst wird lecker gekocht, aber auch auf die Zutaten geachtet. Für die WAZ gibt es die Lachs-Rouladen in der üppigen Variante.

Gladbeck.. In Ellinghorst bleibt den Nachbarn wenig verborgen. Als die WAZ zum Kochtermin bei Günthörs klingelt, gucken einige neugierig. Aber Christiane Günthör (47) wiegelt ab. „Die können später kommen.“

Vielleicht sind dann noch Reste der Spinat-Lachs-Roulade übrig, die ja sowieso kalt gegessen wird. Doch das gilt nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass Mark (16) und Christof (16) nicht alles aufessen. Denn erstens zählen diese Rouladen zu ihren Favoriten aus Mamas Küche, und zweitens sind die beiden Heranwachsenden wie alle Jungs in dem Alter „Fressraupen“, so der O-Ton der Mutter.

Das isst der Pott Nun ja, satt werden die beiden auf jeden Fall. Schon die Zutaten lassen das ahnen: Rahmspinat, Käse, Doppelrahm-Frischkäse, Lachs . . . Für die überzeugte WWlerin (Weight Watcherin) Günthör ist das eigentlich zu viel des Guten. Wenn sie nicht gerade wie jetzt für die WAZ vorkocht, nimmt sie daher die Light-Variante für Käse und Frischkäse. So sei das eben mit den überzeugten WWlern, erklärt sie uns. Das Prinzip vom gesunden Essen und Kochen kriegt man nicht mehr aus dem Kopf. „Das wird zum Lebensprinzip“.

„Die haben es erst gar nicht bis auf s Büffet geschafft“

Das Originalrezept der Rouladen stammt von einem Freund der Familie, der den Partysnack zu einer Geburtstagsfeier mitbrachte und einen Hit landete. „Die haben es erst gar nicht bis aufs Büffet geschafft, wurden direkt unten in der Küche verputzt“, erinnert sich Christiane Günthör, während sie den Spinat mit Eiern und Käse verrührt, mit viel frisch gemahlenem Muskat, Salz und Pfeffer würzt und auf das Backpapier streicht. Ab in den Backofen damit – nach zehn Minuten ist der Teig fertig, muss aber abkühlen.

Das schafft Zeit, um den geräucherten Lachs klein zu schneiden, gebrauchte Küchengeräte wegzuspülen, schnell einen Smoothie aus Kiwi, Orangensaft, Bananen und Honig im Mixer zuzubereiten . . . Hektik? Ach was, Routine. Mark, oder war das Christof?, der gerade hungrig in die Küche guckt, bekommt ein Glas Smoothie in die Hand gedrückt. Essen dauert noch.

WAZ-Serie Wenn Frischkäse und Lachs auf der Spinat-Käse-Teigplatte verteilt sind, beginnt der knifflige Teil der Zubereitung: Aus der Platte muss eine schöne Rolle werden. Aber Übung hat aus Christiane Günthör eine Meisterin gemacht. Und weil „das Auge mit isst“, folgt jetzt die Krönung: Die Rouladenstücke werden auf weißer Tortenspitze platziert, mit grünem Rucola, roten Cherrytomaten und weißen Champignons dekoriert.

Die Lachs-Spinat-Roulade: Und so geht’s

Die Zutaten (für vier Peronen):

- 2 Eier
- 150 g Käse, gerieben
- 125 g Rahmspinat (TK)
- Salz, Pfeffer, Muskat
- 150 g Doppelrahmfrischkäse
- 2 Pkte Räucherlachs, Bio

Vorbereitung: Für den Rouladenteig den Spinat halb auftauen lassen. Ofen vorheizen auf 180 Grad. Die Eier mit 75 g geriebenem Käse, dem Spinat, Muskat, Salz und Pfeffer verrühren, auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und ca. 15 Minuten backen. Herausnehmen, den restlichen geriebenen Käse (75 g) darauf streuen und dabei eventuelle Löcher bedecken, für weitere fünf Minuten in den Ofen schieben. Herausnehmen und erkalten lassen.

Auf die erkaltete Käse-Spinatplatte den Frischkäse streichen, mit den zuvor in grobe Stücke geschnittenen Räucherlachsscheiben belegen und mithilfe des Backpapiers langsam aufrollen. Kaltstellen, anschließend schräg in Streifen schneiden.