City-Zukunft - CDU Gladbeck macht Druck bei Ex-Hertie-Haus

Lokale Investoren sorgten in Buer für die Neunutzung des Ex-Hertie-Hauses als Linden-Karree.
Lokale Investoren sorgten in Buer für die Neunutzung des Ex-Hertie-Hauses als Linden-Karree.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Von Karstadt zu Hertie, und dann kam das Aus. Seit 2009 gammelt das Ex-Hertie-Haus vor sich hin. Die CDU sammelte jetzt Ideen zur Wiederbelebung.

Gladbeck.. Die CDU macht Druck beim Thema Ex-Hertie-Haus. „Jede Innenstadt ist anders, und auch jede Kaufhausimmobilie ist anders, und wir erwarten nicht, dass wir in Beispielen aus anderen Städten die Patentlösung für die leerstehende Hertie-Immobilie in Gladbeck finden. Wir erhoffen uns jedoch neue Impulse und Ideen“, sagte Andreas Willmes, Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT), jetzt zum Auftakt eines Info-Treffens der besonderen Art: Der CDU-Ortsverband Mitte und die Mittelstandvereinigung diskutierten die „Zukunftsperspektiven für ehemalige Kaufhausstandorte“ am Beispiel von Gelsenkirchen-Buer und Hamm.

Einzelhandel Gerade das buersche Beispiel hat in der Region und auch darüber hinaus für viel Aufsehen gesorgt. Ein lokaler Investorenkreis hat neues Leben in die dortige Ex-Hertie-Immobilie gebracht; eine kommerzielle Nutzung im Erdgeschoss; eine städtische Nutzung (u.a. Stadtbücherei und VHS) in der Etage darüber; und auf einer weiteren oberen Ebenen des Gebäudes entsteht bis zum Jahr 2016 eine Altenpflegeeinrichtung mit zugehörigem Garten für demenzkranke Menschen auf dem Dach!

Geradezu atemberaubende Perspektiven sind das für ein Ex-Kaufhaus, das seit 2009 in der buerschen Innenstadt vor sich hin gammelte. 2009 beendete Hertie auch in Gladbeck seinen Kaufhausbetrieb.

Das Thema bewegt seitdem die Gladbecker: Viele CDU-Mitglieder und auch Nicht-Parteimitglieder folgten der Einladung der Union und kamen zum Kaufhaus-Themenabend in die Parteigeschäftsstelle am Kirchplatz.

„In solchen Objekten finden Sie eine gute Grundsubstanz vor“

Kundige Referenten waren zu Gast: Kai Fronemann vom Architektur-, Ingenieur- und Stadtplanungsbüro „Dr. Schramm, Fronemann und Partner“ stellte per Kurzvortrag die Historie und vor allem die aktuelle Neubelebung des ehemaligen Hertie-Kaufhauses in Buer vor - das Investitionsvolumen beträgt ca. 12,5 Millionen Euro. „In solchen Objekten finden Sie eine gute Grundsubstanz vor, und sie bergen grundsätzlich Chancen in sich“, unterstrich Fronemann.

Der zweite Gast des Abends, Markus Kreuz, kennt sich als Kämmerer in Hamm mit krisenhaften Innenstadtentwicklungen allerbestens aus: In der Stadt an Ostrand des Reviers gelang die Wiederbelebung gleich dreier problematischer City-Standorte - das dortige Ex-Horten-Haus, die Ex-Kaufhalle und auch das Ex-C&A-Haus standen leer. Auch mit Hilfe einer passgenauen Initialzündung durch den „Stadtumbau West“ gelang in Hamm die Kehrtwende - öffentlichen Investitionen folgten private.