CDU will eine saubere Stadt

Das alljährliche Großreinemachen „Gladbeck putzt“ ist erst wenige Wochen her, doch in einigen Dreckecken hat sich bereits wieder neuer Müll angesammelt. Von den Farbschmierereien und aktuellen Graffitis – wir berichteten – ganz zu schweigen. Vermüllung und Verunreinigung im Stadtgebiet ist der CDU seit langem ein Dorn im Auge, jetzt hat sich die Ratsfraktion dieses Themas intensiv angenommen und ein Handlungspapier ausgearbeitet, um wirksame Maßnahmen gegen die allgemeine Verschmutzung anzustoßen. Vorgestellt werden sollen die Vorschläge im Umwelt- und Haupt- und Finanzausschuss.

Prävention und Abschreckung - das sind nach Meinung der CDU die zentralen Instrumente, mit denen das Problem in den Griff zu bekommen sei. So müsse in Kindergärten, Schulen, Vereinen und anderen Gruppierungen regelmäßig auf das Thema Müll hingewiesen werden. Pädagogisch wirksam könnte ein „Wettbewerb um das sauberste Schulumfeld“ sein, so CDU-Ratsherr Reinhold Fischbach. Auch Hinweisschilder an Pendlerparkplätzen, spezielle Aktionen gegen die Verunreinigung mit Zigarettenkippen und Kaugummi, oder die Auflistung der Kosten für die individuelle Beseitigung könnten das umweltbewusste Verhalten der Bürger schärfen, schlägt die Fraktion vor. Um Graffiti und Farbschmierereien entgegen zu wirken, müsste sich das verschärfte Augenmerk des Ordnungsdienstes auf neuralgische Punkte wie Europabrücke, Talstraße etc. richten, Motto: Blitzsauber statt Blitzmarathon.

Doch weil die Vorbeugung allein nicht ausreichen wird, müssten auch drakonischere Strafmaßnahmen her, fordert die CDU außerdem eine „drastische Erhöhung der Bußgelder in Kombination mit nicht angekündigten, gezielten Aktionen des Ordnungsamts.“

Ins Visier nimmt die Fraktion dabei auch die Hundebesitzer und deren Pflicht, die Hinterlassenschaften ihrer geliebten Vierbeiner zu entsorgen. Um Übeltäter zu erwischen, „wären auch Ermittlungen in der Nacht unumgänglich“, so der Vorschlag. Sinnvoll wären abendliche Kontrollen auch an wenig befahrenen Straßen wie Schanzenheide oder Ellinghorster Straße, um Verursacher illegaler Müllentsorgung zu erwischen. Auch ein Belohnungssystem für Hinweisgeber taucht in dem Vorschlagspapier auf.

Wie diese Vorschläge umgesetzt werden könnten? „Indem das Ordnungsamt anders organisiert wird, die Dienstzeiten verändert werden“, stellt die CDU sich vor. Was in der Politik sicher zu Diskussion führen wird.