CDU: „Religion nicht politisch instrumentalisieren“

Die Aufregung innerhalb der DITIB-Organisation bezüglich des Vorschlages, ein „internationales Fest“ zu installieren, ist seitens der CDU wenig nachvollziehbar, sagt der CDU-Fraktionschef und Ratsherr Peter Rademacher.

Gerade als christliche Partei liege es der CDU fern, religiöse Feste einzuschränken oder gar verbieten zu wollen. Vielmehr sei der CDU daran gelegen, das möglichst alle in Gladbeck vertretenen Kulturen – dies sind mehr als 100 – die Möglichkeit erhalten, sich mit Hilfe von städtischen Mitteln zu präsentieren.

Das bisher von der DITIB durchgeführte Ramazanfest, welches durch die Stadt Gladbeck in Form der jährlich stattfindenden Veranstaltung auf dem Rathausplatz unterstützt wird, mute daher hier etwas einseitig an.

Gemeinsames Fest ist längst üblich

Auch die katholische Fronleichnamsprozessionen würden nicht durch städtische Mittel, also indirekt auch durch Steuermittel unterstützt, sondern durch die einzelnen Gemeinden völlig autark organisiert. Da das Ramazanfest, ähnlich wie das Oster- oder Weihnachtsfest, eine Feierlichkeit ist, die traditionell im Familienkreis beziehungsweise in Gottesdiensträumen begangen wird, hinke an dieser Stelle der Vergleich, der seitens der DITIB herangezogen wird, so Rademacher weiter. „In anderen Städten und Gemeinden ist ein gemeinsames Fest verschiedener Nationen beziehungsweise Kulturen längst üblich und auch nicht mit dem allgemeinen Begriff des ,Multikulti’ besetzt.“

Der CDU sei wichtig, dass Religion nicht politisch instrumentalisiert wird. Gleichzeitig sei die freie Religionsausübung ein hohes Gut, das vom Grundgesetz besonders geschützt wird. Eine Möglichkeit der Präsentation der vielen verschiedenen in Gladbeck lebenden Nationen innerhalb einer gemeinsamen Veranstaltung sei hiervon daher unabhängig zu sehen. Rademacher: „Eine solche Feier, beispielsweise auf dem Rathausplatz, wäre für den Zusammenhalt innerhalb der Gladbecker Bürgerschaft nach Meinung der CDU nur von Vorteil für ein friedliches und gemeinsames Zusammenleben der unterschiedlichen Nationen und Kulturen.“