CDU: Kritische Anfrage zum IT-Konzept in Schulen

Der CDU liegen Informationen vor, dass von den neuen Leasing-PCs „einige wohl schon mehrere Monate ungenutzt, nicht einmal angeschlossen im Keller von Schulen stehen“, hat Ratsherr Dietmar Drosdzol jetzt den Vorsitzenden des Schulausschusses informiert. Mit dem Anschreiben beantragt die CDU-Fraktion den Tagesordnungspunkt „Informationen zur Nutzung der neuangeschafften PCs im Rahmen des städtischen IT-Konzeptes in Schulen“ für den Schulausschuss am 26. Januar) aufzunehmen.

Seit zwei Jahren werde das IT-Konzept an Gladbecker Schulen umgesetzt. Die Anschaffung von Leasing-PCs sowie die Vernetzung der neu angeschafften PC-Landschaft seien Bestandteil des Konzepts, so die CDU, zu dem die Verwaltung jetzt berichten soll. Konkret „zur Installation und Nutzung der erhaltenen Geräte für die einzelnen Schulen“.

Eine Anfrage, die den Ersten Beigeordneten Rainer Weichelt etwas irritiert. Alle Schulen seien über ihre Vertreter im IT-Arbeitskreis zu individuellen Feinabstimmungen zum Austausch der rund 1000 PC eng eingebunden gewesen. Falls an einer Schule etwas hake, bestehe stets die Möglichkeit, sich mit der IT-Koordinatorin der Stadt, Gaby Feldkamp, in Verbindung zu setzen. Nach seiner Kenntnis zum Thema, so Weichelt zur WAZ, herrsche „große Zufriedenheit an den Schulen“. Falls ausgelieferte Computer noch nicht installiert sein sollten, sei das eine Entscheidung der Schule gewesen.

Zwischenlösungen sind möglich

Das bestätigt Gaby Feldkamp. Mit Start Anfang 2013 bei den Gymnasien, seien bis Anfang 2014 die letzte Grundschule mit neuen Computern versorgt worden. Dass einige Geräte noch nicht genutzt werden, habe wohl damit zu tun, dass die Grundschulen erst als letzte Schulform innerhalb der Gebäude (Klassen etc.) vernetzt und an das Internet angebunden werden. Dem Wunsch zum Beispiel einer Schulleitung, die Verkabelung ihrer Grundschule vorzuziehen, sei nicht möglich, denn im Haushalt sei jährlich nur eine genau definierte Summe dafür vorgesehen. Laut IT-Konzept der Stadt werden von den Gymnasien beginnend (bereits abgeschlossen) alle Schulformen aufeinander folgend vernetzt.

Die Grundschulen bilden den Abschluss des Vernetzungsplanes. „Der 2018/19 erledigt sein soll“, so Feldkamp. Zwischenlösungen zu finden, sei aber durchaus möglich. „An einer Grundschule arbeitet man z.B. mit einem W-LAN Funknetzwerk“.

Die Stadt investiert jährlich rund 651 000 Euro in die IT-Ausstattung der Schulen; gut 500 000 werden für die Vernetzung und Hardware aufgebracht, 137.000 Euro für Support.