Bürgerforum mit Mustereinwendungen gegen den Autobahnausbau

Sie sind Wind und Wetter gewohnt: Das Bürgerforum informiert in den nächsten Wochen jeweils samstags in der Innenstadt (Europaplatz). Hier ein Foto aus dem Jahr 2013.
Sie sind Wind und Wetter gewohnt: Das Bürgerforum informiert in den nächsten Wochen jeweils samstags in der Innenstadt (Europaplatz). Hier ein Foto aus dem Jahr 2013.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bis zum 20. Februar können die Gladbecker ihre Einwendungen gegen den A-52-Ausbau erheben. Ein Musterformular erleichtert den Protest gegen die Pläne.

Gladbeck.. Das Bürgerforum Gladbeck hat in enger Zusammenarbeit mit Fachanwalt Hans-Joachim Kalb Mustereinwendungen gegen die A-52-Planfeststellung auf Gladbecker Stadtgebiet entwickelt.

„Als Gladbecker Bürger/Bürgerin protestiere ich gegen den beabsichtigten Bau des Knotenpunktes A2 / A52. Meine Belange sind durch das Vorhaben konkret berührt“, heißt es in dem Formular, das in den nächsten Wochen jeweils am Samstags-Infostand des Bürgerforums auf dem Europaplatz von jedem Interessenten unterschrieben werden kann.

Der neue Knotenpunkt schneide „den gesamten Süden der Stadt und die Gewerbegebiete in Brauck vom direkten Zugang zum überörtlichen Verkehrssystem ab“, heißt es in dem Formular weiter. „Das betrifft mich im täglichen Leben.“

Der A-52-Ausbau bis zum neuen Wittringer Kreuz verlärme und beeinträchtige den Wittringer Park, „der für mich ein wichtiges Reinluft- und Erholungsgebiet ist. Das ist in den Antragsunterlagen nicht genügend beachtet.“

Und weiter heißt es: „Der Ausbau bringt mehr Verkehr auf die B224 durch die Stadt, was noch mehr Staus und für mich tägliche Zeitverluste als bisher bedeutet.“

Während der Bauzeit würden zudem viele Straßen in der Stadt erheblich staubelastet sein, „so dass ich auch deshalb mit erheblichen Zeitverlusten zu rechnen habe“.

Lärm und Immissionen, insbesondere die erhöhte Feinstaubbelastung des zu erwartenden Mehrverkehrs durch die Stadt, gefährdeten zudem „meine Gesundheit“, heißt es in dem Text.

10 000 Flyer gedruckt - 6000 bereits verteilt

Das „Dreieck“ in der geplanten Form erschwere weiterhin den Busverkehr und den Radverkehr von Gladbeck nach Bottrop und Essen. „Ich bin auf diese Verkehrsmittel angewiesen.“

Der Bau des Kreuzes mit seinen gravierenden Nachteilen für die Bürger Gladbecks sei nicht erforderlich. Der Fernverkehr könne auf bestehende Autobahnen verwiesen werden. Für den Personenverkehr in Nord-Süd-Richtung sei der Rückbau der B224 zu einer stadtverträglichen Trasse eine bessere Lösung.

Am Montag (12. Januar) trifft sich das Bürgerforum um 18 Uhr zu seiner nächsten Versammlung in der Alten Post, wobei sich auch das WDR-Regionalfernsehen angekündigt hat, um über die Gladbecker Proteste gegen die A-52-Planfeststellung zu berichten.

10 000 Info-Flyer hat das Bürgerforum zum Thema A 52 bereits gedruckt; 6000 davon sind schon verteilt. Zudem steigt nach Auskunft des Vorsitzenden Matthias Raith die Mitgliederzahl täglich an. „Wir marschieren auf die Zahl von 100 zu“, sagte Raith am Sonntag zur WAZ.