Bürgerforum fordert saubere Luft an der B 224

Das Bürgerforum Gladbeck fordert rasche Maßnahmen zur Verminderung der Luftschadstoffe, mit denen der Verkehr auf der B 224 Gesundheitsgefahren für Zehntausende Gladbecker verursache. Nach Einschätzung der Initiative gelangen lebensbedrohende Schadstoffe wie Feinstaub und Stickoxide, deren gesundheitsschädliche Wirkung unbestritten sei, tagtäglich und oft weit oberhalb der zulässigen Grenzwerte ungehindert in die Innenstadt und die dicht bebauten Siedlungen entlang der Trasse der B 224.

„Die Situation missachtet Lebensqualität und Gesundheit der Gladbecker Bevölkerung“, erläutert Bürgerforum-Vorsitzender Matthias Raith. Das Bürgerforum hat jetzt Umweltminister Remmel in einem Schreiben aufgefordert, als ersten Schritt zeitnah Messungen der gesundheitsschädlichen Stoffe direkt an der B 224 anzuordnen.

Weiterhin hat das Forum eine sachliche Zusammenarbeit mit der „Dortmunder Schutzgemeinschaft Lärm- und Abgas B 1“ begründet, die mit Klagen vor dem Verwaltungsgericht erreicht haben, dass an der B 1 Schadstoffmessstationen aufgestellt wurden, die Geschwindigkeit auf 50 km/h reduziert wurde, und ein Nachtfahrverbot für LKWs gilt. Damit sei erreicht worden, dass der gesamte Fernverkehr in Ost-West-Richtung bestehende Autobahnen und nicht mehr die innerstädtische Route nutzt. Die Dortmunder Maßnahmen könnten, so das Bürgerforum, vorbildhaft für Gladbeck sein. Das Bürgerforum prüfe zurzeit, inwieweit es für Gladbeck vergleichbare, gerichtliche Schritte ergreifen kann, falls die Umweltpolitiker des Landes ihren Verpflichtungen zur Verkehrs- und Immissionsreduzierung nicht nachkommen wollen.

Raith: „Wir Gladbecker müssen konsequent die Interessen unserer Bürger vertreten. Wir sind nicht die Erfüllungsgehilfen des Bundes für die Durchsetzung einer nicht erforderlichen Autobahn.“