Bürgerforum appelliert an grünen NRW-Umweltminister Remmel

B 224 in Höhe Freibad.
B 224 in Höhe Freibad.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
NRW-Verkehrsminister Groschek (SPD) will die A 52 zwischen A 42 und A 2; nun wendet sich das Bürgerforum an seinen Kabinettskollegen Remmel (Grüne).

Gladbeck..  Das Bürgerforum Gladbeck appelliert an NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne), dafür Sorge zu tragen, dass die A 52 „zugunsten anderer, wirklich notwendiger Reparatur- und Baumaßnahmen“ im Bundesverkehrswegeplan keine Priorität erhält.

Das Bürgerforum verweist auf die jüngsten WAZ-Berichte zum Thema A 52 und unterstreicht in dem Schreiben an Minister Remmel, dass die Bezirksregierung Münster die gesetzlich vorgeschriebene Dreimonatsfrist zur Durchführung des Erörterungstermins für den Gladbecker Abschnitt (von der Grenze Bottrop bis zur A 2) nicht eingehalten habe und so alle Betroffenen „in einem unerträglichen Zustand der Unklarheit“ halte. Für das Planfeststellungsverfahren auf Bottroper Stadtgebiet stünde der Erörterungstermin bereits seit mehr als fünf Jahren aus.

Der Ablauf der Planfeststellungsverfahren stehe damit im krassen Widerspruch zur Einbeziehung der Maßnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2015 im jetzt bevorstehenden Auswahlverfahren.

„In hohem Maße Umweltbelange betroffen“

Das Bürgerforum spricht in dem Brief an Remmel von einer „willkürlichen Abschnittsbildung der Planverfahren“. Für die A 52 auf dem in Betracht kommenden Abschnitt bestehe kein Bedarf. Sie könne wegen der Aussichtslosigkeit des Projekts in Essen auch nicht mehr Transitautobahn genannt werden. Das Projekt sei insgesamt nicht geeignet, die „untragbaren Verkehrsverhältnisse auf der B 224 in Gladbeck zu verbessern“. Dafür gebe es bessere Vorschläge.

Von dem Vorhaben seien in hohem Maße Umweltbelange betroffen. Die Umsetzung der Planungen sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Lebensqualität von zehntausenden Menschen. Das Bürgerforum formuliert an die Adresse von Minister Remmel: „Wir können uns deshalb nicht vorstellen, dass die Inhalte bzw. Zielsetzungen des Verfahrens mit Ihrem Hause abgestimmt sind und von Ihnen mitgetragen werden.“

Insbesondere sei es nötig, das Wittringer Naherholungsgebiet in die Untersuchungen zur Umweltverträglichkeitsprüfung umfassend mit einzubeziehen.