Bürger klagt über Flugstaub von Scholven

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Was wir bereits wissen
Über Verschmutzung durch Partikel in der Umgebung des Kraftwerks Scholven klagt ein Bürger. Um die Ursache festzustellen, werden die Partikel im Labor untersucht.

Gladbeck..  Mit 500 Handzetteln wird die Bevölkerung im Osten der Stadt derzeit von Eon per Postwurf über eine Verschmutzung informiert, deren Verursacher vielleicht das Kraftwerk Scholven sein könnte. Dies bestätigt Kraftwerk-Sprecher Markus Nitschke auf Anfrage der WAZ.

Ein Bürger hatte sich am gestrigen Montag bei Eon gemeldet, und über Verschmutzungen geklagt, die er bereits am Samstagabend von Scholven aus in Richtung Stadtgebiet Gladbeck entdeckt hatte. „Es war nur ein einziger Anwohner, der sich bei uns gemeldet hat“, so Sprecher Nitschke. „Wir gehen jetzt allen Spuren nach. Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren.“

Bochumer Umweltlabor untersucht Partikel

Um die Ursache festzustellen, werden die Partikel in einem unabhängigen Umweltlabor in Bochum untersucht. Wann hier erste Ergebnisse bekannt werden, ließe sich noch nicht sagen, so der Eon-Sprecher weiter. Bei den Verunreinigungen handele es sich um eine Art Flugstaub. Nitschke: „Sollte das Kraftwerk Scholven Verursacher der Verunreinigungen sein, wird Eon die Schäden rasch und unbürokratisch regulieren.“ Nach bisherigen Erfahrungen allerdings gehe von den Partikeln keine Gesundheitsgefährdung aus, beruhigt der Sprecher die betroffene Bevölkerung.