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Brot bringt den Tod

29.12.2009 | 12:09 Uhr
Brot bringt den Tod

Gladbeck. Altes Brot gehört nicht ans Teichufer. Der Zentrale Betriebshof Gladbeck (ZBG) weist aus gegebenem Anlass aufs Fütterverbot an den Gladbecker Gewässern hin.

Erst vor wenigen Tagen berichtete die WAZ über die Initiative des rot-grünen Ratsbündnisses, ein umfassendes Gewässerschutzprogramm für Gladbeck aufzulegen. Das Fischsterben im Quälingsbachteich in Rentfort vom Spätsommer 2009 soll sich im nächsten Sommer keinesfalls wiederholen. Vor diesem Hintergrund gewinnt nun eine aktuelle Warnung des Zentralen Betriebshofes Gladbeck (ZBG) besondere Bedeutung:

ZBG-Mitarbeiter haben vor und auch während der Weihnachtsfeiertage beobachtet, dass an mehreren städtischen Teichen, insbesondere am Nordpark, große Mengen von Altbrot abgelegt wurden.

Immer wieder Brot-Reste an den Teichufern

Diese ZBG-Beobachtung kann auch jeder aufmerksame Spaziergänger bestätigen. Immer wieder finden sich solche Lebensmittel-Reste an den Gladbecker Teichufern, vor allem auch am beliebten Spazierweg rund um das Nordparkgewässer. Der ZBG formuliert nun dazu: „Das ist falsch verstandene Tierliebe.”

Manchmal, so der ZBG weiter, sei dies auch nur ein Vorwand, altes und schimmeliges Brot zu entsorgen. Nicht ohne Grund sei derartiges Verhalten verboten, wie ja auch viele Schilder an allen Teichen eindeutig erklären. Enten und Gänse fressen zwar Teile dieses Brotes, das Brot quillt aber im Magen auf, die Tiere können daran eingehen.

Und auch für die Gewässer selbst kann das gedankenlose Verhalten der Brotspender schwerwiegende Folgen haben: Die Teiche haben wegen der hohen Nährstoffgehalte im Wasser bereits Probleme genug. Dieses Problem beschäftigt bekanntlich seit Jahren auch die Fachleute bei der Stadt; das Brot trägt dazu bei, dass die Qualität des Teichwassers noch schlechter wird.

Den Fischen wird der Sauerstoff geraubt

Das auf den Grund abgesackte Brot wird von Mikroorganismen zersetzt, es verbraucht dabei große Mengen von Sauerstoff, und die Fische können ersticken. Diese Gefahren sind auch auf vielen Verbotsschildern an den Gewässern ausführlich und nachvollziehbar per Schaubild dargelegt. Trotzdem kommt es immer wieder zu den Altbrot-Funden an den Teichen.

ZBG-Chef Harald Hofmann und sein Team bitten deshalb nochmals ausdrücklich um Beachtung des Fütterverbots an den Teichen, das letztlich ja dem Tier- und Umweltschutz dient. Sie verbinden ihren Appell mit einem klaren Hinweis: „Bei großen Brotmengen kann es sich auch um ordnungswidrige Abfallentsorgung handeln. Der ZBG bittet, auf solche Müllkipper zu achten und dem ZBG oder der Polizei entsprechende Hinweise zu geben.”

Mehr zum Thema:

Rot-Grün fordert umfassenden Gewässerschutz

Michael Bresgott



Kommentare
31.12.2009
16:44
Brot bringt den Tod
von unglaeubiger | #1

Das sind doch alles TIERFREUNDE die nicht einsehen wollen oder können ,dass sie den Tieren nur Schaden zufügen.

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