Blick in die Zukunft

Schleifen, sägen, löten und bohren – beim Girl`s Day im Kulturhaus Maxus in Gladbeck geht es sehr handwerklich zu. Knapp 15 Schülerinnen haben sich hier zum Mädchen-Zukunftstag versammelt, um in naturwissenschaftliche und technische Berufsfelder rein zu schnuppern. In vier unterschiedlichen Workshops, die vom „Internationalen Mädchenzentrum in Gladbeck“ veranstaltet wurden, konnten sie einiges ausprobieren und viel Neues erleben.

Den Mädchen haben die Aufgaben viel Spaß gemacht. „Wir haben einiges gelernt und uns wurde alles sehr gut erklärt“, berichten die 15-jährigen Schülerinnen Lara und Annika. Beide haben an dem naturwissenschaftlichen Kurs „Bau eines Solarmodells“ teilgenommen und gelernt, wie eine Solarzelle und ein Stromkreislauf funktionieren. Am Nachmittag steht „Werken“ auf dem Programm, können die Mädchen sich handwerklich ausprobieren.

Auch der Workshop „Risiko“ sorgt für viel Diskussionsstoff. Aus fünf Kategorien, wie unter anderem Haushalt und Erziehung, können die Mädchen Fragen und Themen auswählen, über die sie dann gemeinsam sprechen. „Wir reden über Sachen, über die wir sonst nicht so sprechen. Das ist toll“, sagen Kira und Jill (beide 14).

Viel Spaß haben auch die Jungs

Auch im Freizeittreff Rentfort-Nord dreht sich alles um Berufe, Zukunft und soziale Rollenbilder. Diesmal aber sind die Jungs angesprochen. 24 Schüler, im Alter zwischen 11 und 15 Jahren, lernen hier in unterschiedlichen Workshops neue, für Männer eher untypische Berufe kennen. Auf spielerische Weise erhalten sie Einblick in unterschiedliche Lebenskonzepte, diskutieren Rollenklischees und lernen, ihre eigene Meinung zu vertreten.

Der Workshop „Mannopoly“ konfrontiert die Schüler mit dem modernen Männerbild. Dabei wurden dann Fragen wie: „Wie würdet ihr einen Wollpullover und eine Unterhose waschen?“ oder „Wie wichtig ist es einen Beruf zu erlernen, in dem man viel Geld verdient?“ in den Gruppen wild diskutiert.

Die Schüler sind engagiert und mit viel Spaß dabei. „Ich habe heute viel gelernt und neue Freunde gefunden. Der Umgang hier ist echt gut, auch wenn wir uns alle erst gerade kennen gelernt haben“, erzählt der 15-jährige Ramzi. Auch die anderen Jungen haben am „Zukunftstag“ viel Neues erlebt und über Sachen geredet, über die sie sonst eher selten sprechen. Und so mancher hat ganz neue Berufsbilder entdeckt, z B. den Beruf der Hebamme.