Blick in die Heisenberg-Zukunft

Der bestehende Heisenberg-Gymnasium-Altbau mit der Skizze eines möglichen Neubaus als in drei Bauphasen entstehende  „Innenhof-Anlage“ im Norden des Schulgeländes.
Der bestehende Heisenberg-Gymnasium-Altbau mit der Skizze eines möglichen Neubaus als in drei Bauphasen entstehende „Innenhof-Anlage“ im Norden des Schulgeländes.
Foto: wnm
Was wir bereits wissen
Architekt Heiner Farwick präsentierte Skizzen, die zeigen, welche Neubauformen am Standort des Gladbecker Gymnasiums denkbar wären.

Gladbeck..  Wie wird das Heisenberg-Gymnasium in naher Zukunft aussehen? Sollten die Schulpolitik und letztlich der Rat am 26. März dem Ergebnis des Baugutachtens und der Wirtschaftlichkeitsprüfung folgen, wird eine neues Schulgebäude am alten Standort an der Konrad-Adenauer-Allee entstehen. Mit einer Investition von 25 Millionen Euro ist zu rechnen, um ein modernes Gebäude zu errichten, das die rund 790 Schüler/innen in Klassen und Fachräumen mitsamt neuer Mensa beherbergen kann.

Wie das künftige Gymnasium genau aussehen wird, ist noch völlig offen. Architekt Heiner Farwick hat in seinem baufachlichen Gutachten aber mehrere Skizzen präsentiert, die zeigen, was am Standort möglich wäre. Die besondere Herausforderung ist, den Heisenberg-Neubau und den Abriss des Altgebäudes so zu koordinieren, dass einerseits der laufende Schulbetrieb weiter möglich ist und andererseits Baukörper entstehen, die am Ende ein harmonisches Schulensemble bilden.

Neubau und Abriss im Wechsel

Architekt Farwick arbeitete bei seinen Varianten mit einem Wechsel-Konzept. Zunächst entstehen Neubauten auf Freiflächen am bestehenden Gebäude, die nach Fertigstellung Klassen aufnehmen. Teile des Altgebäudes können dann leer gezogen und abgerissen werden, wodurch wiederum Platz für weiteren Neubau entsteht.

Am unproblematischsten und wohl schnellsten fertigzustellen wäre die „Pavillonanlage“ (oben), weil die Neubauten auf fast komplett freiem

Grund um das Altgebäude herum zeitnah entstehen könnten. Die vier mehrgeschossigen Baukörper werden mit einem Gang miteinander verbunden. Die Variante „Winkeltyp“ (rechts) hat ein ähnliches Freiflächenkonzept, mit dem Unterschied, dass sich die vier Baukörper direkt aneinander fügen und so eine geschlossenere Einheit bilden.

Bei der „offenen U-Anlage“ (unten) würde in zwei Bauphasen gearbeitet. Zunächst durch die Errichtung eines L-förmigen Gebäudes, das sich im Norden um den bestehenden

Altbau legt. Nach Klassenumzug und Abriss des Altbaus könnte im zweiten Bauabschnitt der östliche Gebäuderiegel Richtung Sportplatz entstehen.

Seine Lieblingsvariante, die „Innenhof-Anlage“(große Bildmontage oben), hat Rainer Farwick konkret mit verlässlichen Zahlen durchgerechnet, „da unser Büro bereits ähnliche Bauten erfolgreich realisiert hat“, so der Architekt. Hier wären es drei Bauphasen: zunächst wieder ein L-förmiges Gebäude wie bei der Vorvariante; dann Klassenumzug und Altbau-Abriss, um Platz für den Querriegel im Süden zu schaffen; mit weiterem Klassenumzug und Abrissphase für den letzten Gebäuderiegel im Osten. Das neue Heisenberg-Gymnasium wäre dann ein dreigeschossiges Gebäude mit 5 142 qm Nutzfläche und Innenhof, das durch Pfeiler im Erdgeschoss in Richtung Adenauer-Allee und Nordpark geöffnet ist.