Bis heute Zweifel an der Unschuld

Alle, die Theresa kannten, werden das schockierende Ereignis im Oktober 1986 nicht vergessen. Theresa Fuhrmann, die heute 48 Jahre alt wäre, wenn sie hätte weiter leben können, war damals eine fröhliche junge Frau. Sie stand kurz vor dem Abitur, hatte viele Pläne für die Zukunft.

Erwürgt und erstochen fand ihre Mutter sie vormittags am 9. Oktober in ihrem Zimmer in der Wohnung in Rentfort-Nord. Es gab keine Einbruchsspuren. Fieberhaft suchte die Polizei damals nach Hinweisen. Eine Belohnung von 3000 Mark für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen würden, wurde ausgesetzt. 30 Spuren ging die Polizei nach, 100 Vernehmungen gab es, 250 Personen wurden befragt. Auch Axel Dirks musste eine Aussage machen.

Der Verdacht fiel jedoch schnell auf den Ex-Freund Thorsten D., von dem sich Theresa kurz vorher getrennt hatte. Er wurde neun Tage später am 18. Oktober, dem Tag von Theresas Beerdigung, verhaftet. Die Mordanklage stützte sich auf Indizien, der Bottroper bestritt die Tat. Er saß neun Monate in Untersuchungshaft. Im Prozess, der anderthalb Jahre später, 1988, vor dem Essener Landgericht stattfand, reichten die Beweise für seine Schuld für eine Verurteilung jedoch nicht aus.

Axel Dirks zweifelt bis heute an der Unschuld des Freigesprochenen.