Bierausschank ist unerwünscht

Volker Brexeler steht als Gruppenleiter seit dem letzten Sommer dem Kiosk-Team am Bahnhof West zur Seite. Er sieht den Shop als echte Aufwertung für den kleinen Bahnhof und vor allem als gelebte Integration von behinderten Menschen.

Richtet sich Ihr Angebot nur an Pendler?

Brexeler: Nein, wir setzen auch auf die Nachbarschaft. Ein älterer Herr schaut beispielsweise regelmäßig vorbei, holt sich seine Boulevard-Lektüre und ein Brötchen. Ein anderer zieht Zigaretten und trinkt einen unserer leckeren Kaffee-Spezialitäten.

Seit neuestem gibt es einen beheizten Kioskbereich mit Sitzmöglichkeit und großer Fensterfront?

Ja, es ist ein Extra-Raum hinter der Küche. Drinnen gibt es zwei Stehtische und zwei große Tische mit Stühlen. Dieses Angebot gilt zunächst für die Winterzeit. Hier können die Gäste jetzt bequem und warm sitzen. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen, dass es ein richtiges, gemütliches Café wird. Ein erweitertes Frühstücksangebot mit Ei und O-Saft wäre da optimal samt Öffnungszeiten bis in den Nachmittagsbereich hinein. Die Kundschaft kann herzlich gerne zu uns kommen, denn unser Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Übrigens haben wir schon einen Projektnamen angedacht: „Gleis drei.“ Der Bahnhof hat ja nur zwei Gleise, das Café wäre dann quasi unser eigenes Gleis.

Was ist mit alkoholischen Getränken?

Die verkaufen wir ganz bewusst nicht. Einen Bierausschank wird es hier nicht geben, denn diese Klientel wollen wir nicht haben. Würden wir im Kiosk Alkohol verkaufen, dann blieben unsere Kunden fort und das Umfeld würde leiden.