Bezirksregierung will wissen, warum Warnsystem versagte

Die Bezirksregierung in Münster ist für die Genehmigung von Rohrleitungen der Petrochemie in unserer Region zuständig. „Die Genehmigung wird nach erfolgreichem Zulassungsverfahren jeweils für 30 Jahre erteilt“, erklärt Pressesprecherin Sigrun Rittrich.

Die Rohrleitungen müssen alle zwei Jahre eine Generaluntersuchung durchlaufen. Dazu gehöre „die Funktions- und Sicherheitsprüfung, Explosionsschutzprüfung, Elektronikprüfung, Festigkeitsprüfung, äußere und innere sowie Druck- und Temperaturprüfung“. Die Pipelines stünden aktuell stark im Fokus, seien aber „ein sehr sicheres Transportmittel“, so Rittrich. In den verganagenen 60 Jahren habe sich im Bereich der Bezirksregierung kein Todesfall im Zusammenhang mit einer Pipeline ereignet.

Ein automatisches Frühwarnsystem, in Form eines Leck-Erkennungs- und Ortungssystems, solle dafür sorgen, dass Leitungsschäden umgehend auffallen. Warum das Überwachungssystem im Falle der Methanolleitung nicht angesprungen sei, „darauf erwartet die Bezirksregierung eine detaillierte Antwort von BP Ruhr Öl“.