Berufskolleg Gladbeck wird zum Klangraum
25.09.2012 | 17:43 Uhr 2012-09-25T17:43:00+0200
Klassische Musik und was sie bedeutet stehen im Mittelpunkt des ersten Foyerkonzerts des Berufskollegs Gladbeck an der Herderstraße am Freitag, 28. September. Musik macht und erklärt an diesem Abend Andreas Gilger (21), der an der Folkwang-Universität der Künste Klavier und Cembalo studiert.
Musik und was sie bedeutet stehen im Mittelpunkt des ersten Foyerkonzerts des Berufskollegs an der Herderstraße am Freitag, 28. September. Es steht unter dem Titel „Klangräume“. Auf der Bühne steht an diesem Abend Andreas Gilger (21), der an der Folkwang-Universität der Künste Klavier und Cembalo studiert. Er spielt und kommentiert Werke von Jean-Henri d´Anglebert und Johann Sebastian Bach am Cembalo sowie Werke von Giancinto Scelsi, Anton Webern, György Ligeti und Oliver Messiaen am Flügel. Musikalisch begleitet wird er von der jungen Saxophonistin Lara Schulte (17) aus Gelsenkirchen.
Die Zuhörer sind eingeladen auf eine Reise durch die Klangräume: Den Anfang macht Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Während das erste Stück, François Couperins Fanfare, mit der Pracht barocker Schlösser korrespondiert, genau wie das Werk von Jean-Henri d’Anglebert, ist die Musik von Johann Sebastian Bach tief verwurzelt im christlichen Glauben.
Musik des 20. Jahrhunderts
Weiter geht die Reise durch die Klangräume der Zeiten mit Musik des 20. Jahrhunderts, die im bürgerlichen Salon oder der modernen Konzerthalle zu Hause war und ist, und fast meditativer Musik von Olivier Messiaen, die die inneren Räume des Zuhörers sucht.
Dabei hat es sich Andreas Gilger zum Ziel gesetzt, diese Klangwelten skizzierend und interpretierend den Zuhörern nahezubringen. Eingeleitet werden die Programmteile jeweils durch Saxophon-Arrangements, die Lara Schulte spielen wird.
Der Ort des Konzerts, das Berufskolleg, ist nicht zufällig gewählt. Lena Bachert, Jessica Brünglinghaus, Helene Hoffmann und Chanel Scheideler, Schülerinnen des 13. Jahrgangs der Gymnasialen Oberstufe, organisieren das Konzert als Projekt für Eventmanagement, Schülerinnen des Bildungsganges Veranstaltungstechnik verleihen dem Foyer durch ihre Raum- und Lichtgestaltung die Atmosphäre eines Konzertsaals, und Schülerinnen der Hauswirtschaft sorgen für kleine Snacks und den Service – letzteres zusammen mit Schülern der Berufsfachschule.
Schülerinnen als Veranstalterinnen
Sie haben eine Menge zu tun gehabt in den vergangenen Wochen. Als Projekt im Bereich Eventmanagement haben die Abiturientinnen Lena Bachert (19), Helene Hoffmann (19), Chanel Scheideler (18) und Jessica Brünglinghaus (19) den „Klangraum“ auf die Beine gestellt.
„Das geht vom Künstler aussuchen und Kontakt zu ihnen halten über Fördergelder beantragen bis zur Lichtshow“, sagt Helene Hoffmann. Sogar einen Workshop mit dem jungen Pianisten Andreas Gilger haben sie am Berufskolleg durchgeführt. Alles, was zur Planung einer großen Veranstaltung gehört, haben die Vier mit Unterstützung ihres Lehrers Dr. Hans-Jürgen Badziong übernommen. Wie richtige Eventmanagerinnen.
Klassik näher bringen
Warum entscheiden sich vier junge Frauen, ein klassisches Konzert an ihrer Schule zu organisieren? „Wir wollen die Jugend an die klassische Musik heranbringen“, sagt Helene Hoffmann. Dabei sei es ihnen wichtig gewesen, Musiker zu engagieren, die im gleichen Alter wie sie selbst und ihre Mitschüler seien.
Ob es ein weiteres Klassikkonzert im Berufskolleg geben wird, wissen die jungen Frauen noch nicht. „Wenn die Zeit das neben dem Abitur erlaubt“,überlegt Lena Bachert, könne das aber durchaus sein.
Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft des Gladbecker Bürgermeisters Ulrich Roland. Als Sponsoren fördern die LAG und Borgmann Klavier- und Spezialtransporte das Projekt; die Musikschule Gladbeck stellt den Flügel zur Verfügung. Beginn ist um 18.30 Uhr
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