Beim Dichterwettstreit siegt ein Remscheider

Lasse Samström gibt auf der Bühne alles.
Lasse Samström gibt auf der Bühne alles.
Foto: FUNKE FotoServices
Was wir bereits wissen
Sechs Poetry-Slammer gaben alles beim GLAdiatalk im Martin Luther Forum. Das Publikum war begeistert und machte Sascha Thamm zum Sieger.

Gladbeck..  In das neue Jahr mit guten Vorsätzen gehen und diese auch einhalten. Laut Poetry-Slammer Sascha Thamm ist dies eine schwierige Angelegenheit, vor allem wenn man sich vornimmt, sich „die theoretische Quantenmechanik“ mal so eben anzueignen. Der Poet aus Remscheid kann zumindest eine Sache abhaken: Er hat das Saisonfinale des GLAdiatalks am Freitagabend in der Martin-Luther-Kirche in Rentfort gewonnen.

„Heute kommt das Beste des Jahres und wir küren davon das Beste“, verkündeten die Moderatoren Rainer Wüst und Michael Meyer. Die sechs Gewinner der sechs Slams aus dem vergangenen Jahr 2014 waren eingeladen, sich noch einmal um die erste Krone des GLAdiatalks zu bemühen. Allerdings mussten die Sieger vom zweiten und fünften Slam absagen, so dass Achim Leufker und Lasse Samström als jeweilige Zweitplazierte die Chance bekamen und nachrückten.

Ein literarisches Fest boten die sechs Poeten, darunter auch die junge Gladbeckerin Yasmin Dreesen, die im Sommer das Heimspiel in der Martin-Luther-Kirche gewinnen konnte. Die bunte Palette reichte von humorvollem Quatsch bis zu tiefnachdenklichen Texten – in beiden Fällen mit großer Tränengefahr. Gewinner Sascha Thamm ist dabei eher erster Kategorie zuzuordnen. Genauso wie die darunter platzierten „Christofer mit f“ und Achim Leufker. Ermittelt wurden die Sieger in zwei Vorrunden und einem Finale demokratisch per Stimmabgabe durch das Publikum.

Musikalische Unterstützung bekamen die kreativen Slammer von Max Buskohl, ehemaliger „Deutschland sucht den Superstar“-Teilnehmer aus dem Jahr 2007, der vorab eine halbstündige, wirklich erstklassige Darbietung ablieferte.

Insgesamt war der GLAdiatalk ein stattlicher Jahres-Rückblick auf die sechs Slams des Vorjahres. Jeder Platz im Publikum war besetzt. Der Macher des Slams, Rainer Wüst, ist erfreut, dass das junge Projekt so gut läuft – fand der erste Gladbecker Slam doch erst im Oktober 2013 statt. „Wir können ein komplettes kulturelles Angebot liefern und das für kleines Geld. In diesem Jahr läuft das genauso weiter.“ Es sind vier Slams in der Planung, im Sommer gibt es dieses Mal eine kleine Pause. „Poetry-Slams haben momentan wieder einen enormen Aufwind und sind nicht mehr nur etwas für den kleinen Keller“, sagte Co-Moderator Michael Meyer dazu.

Gute Vorsätze hat sich Rainer Wüst auch gemacht. Im nächsten Jahr soll der Gladbecker Poetry Slam teil des „NRW-Slams“ sein. Das heißt also, dass sich der Jahresgewinner für das „Landesfinale“ qualifiziert: In diesem Jahr war es aber noch nicht so weit.