Beamten-Kalauer bringen Zuschauer zum Lachen

Thomas Glup hatte mit seinem Auftitt „Beamte sind auch nur Menschen“ die Lacher auf seiner Seite.
Thomas Glup hatte mit seinem Auftitt „Beamte sind auch nur Menschen“ die Lacher auf seiner Seite.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Thomas Glup erklärte bei seinem Auftritt in der Stadthalle mit seinem Stück „Beamte sind auch nur Menschen“ Verwaltungs-Irrsinn - es war urkomisch.

Gladbeck..  Kennen Sie den schon? „Wie viele Beamte arbeiten denn hier?“, wird der Bürgermeister gefragt. Der überlegt kurz und antwortet: „Knapp die Hälfte…“- einen Abend voller Beamtenwitze und –kalauer präsentierte am Montagabend Thomas Glup mit seinem Comedy-Theaterstück „Beamte sind auch nur Menschen“ in der Mathias-Jakobs-Stadthalle und sorgte damit für zahlreiche Lacher.

Als Verwaltungs-Beamter hat man es wahrlich nicht leicht. Da klingelt das Telefon, der Bürger möchte tatsächlich etwas wissen, und der Weg zur Kaffeemaschine ist unendlich weit. Purer Stress! Das Mitleid für Essens „beliebtesten Beamten“ Thomas Glup – wie er auch genannt wird – hielt sich naturgemäß in Grenzen und dennoch konnte das Ruhrgebiets-Kind die Zuschauer in seinen Bann ziehen. Vor allem als Glup die absurdesten Anekdoten aus dem Verwaltungs-Alltag und Gesetzestexten präsentierte, blieb kein Lachmuskel mehr still. „Der Tod ist die stärkste Form der Dienstunfähigkeit“, zitierte Glup beispielsweise aus einem Bundeswehr-Text.

In seiner Rolle als „Erklärbar“ fühlte sich der Protagonist des Abends sichtlich wohl. Er quizzte gar mit den Zuschauern und lud zum fröhlichen Amtsdeutsch-Rätselraten ein. Was etwa eine „Lebensberechtigungsbescheinigung“ sei? Ein Stammbuch. Oder eine „bedarfsgerechte Fußgängerfurt?“ Eine Ampel. Für Fragezeichen über den Köpfen sorgte auch die „Personenvereinzelungsanlage“. Damit ist ein schlichtes Drehkreuz, etwa wie es an einem Flughafen im Eingangsbereich steht, gemeint. Großartig war auch die Erklärung zum Begriff der „raufutterverzehrenden Großvieheinheit“. Dass hiermit eine Kuh gemeint ist, war wohl niemanden in der Stadthalle bekannt.

Abend mit Kult-Potenzial

Nein, mit den vielen Vorurteilen gegenüber den Beamten konnte und wollte Glup an diesem Abend wohl gar nicht aufräumen. Ganz im Gegenteil: Er bestätigte vieles in lustiger Art und Weise. Dabei erinnert sein Pointen-Feuerwerk an einen kultigen Fips Asmussen-Abend. Schlechte Witze über die man halt doch lachen muss. Die herzlichen Attacken gegen den öffentlichen Dienst standen ganz im Zeichen der skurrilen und komischen Amts-Vorkommnisse. Und da gibt es, wie jeder weiß, genug, worüber am Ende gelacht werden kann und darf.