Bauarbeiten der Caritas an der Kirchstraße beginnen

Mit Einsatz eines Baggers begannen die Bauarbeiten für ein Wohnhaus für Behinderte an der Kirchstraße
Mit Einsatz eines Baggers begannen die Bauarbeiten für ein Wohnhaus für Behinderte an der Kirchstraße
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nach fast einem Jahr Verzögerung startet der Caritasverband mit dem Bau eines weiteren Wohnhauses für Menschen mit Behinderungen. Einzug: Sommer 2016.

Gladbeck..  Vor fast einem Jahr gab es schon den üblichen symbolischen ersten Spatenstich, doch erst jetzt geht es richtig los: An der Kirchstraße begannen endlich die Arbeiten für den Bau des zweiten Wohnhauses für Menschen mit Behinderungen.

Auf dem bislang ungenutzten Gelände gegenüber der Lamberti- schule, direkt neben der Caritas-Zentrale, entsteht für eine Investitionssumme von rund 1,4 Mio Euro eine weitere Einrichtung zur Dezentralisierung des Braucker Suitbert-Wohnheims. Der Start der Arbeiten verzögerte sich ein ums andere Mal. U.a. suchte man länger nach einer Lösung für die mitten auf dem Grundstück gelegenen Garagen – und fand sie erst im Herbst (Neubau am Rande). Außerdem wurden Kontaminierungen auf Teilflächen des Grundstücks bekannt (es stand dort einst eine Tankstelle). Daher wird nun auch erst, berichtete Caritas- Geschäftsführer Rainer Knubben, ein Bodenaustausch durchgeführt. „Ein aufwändiges Verfahren ist das“, so Knubben.

Sobald diese Arbeiten beendet sind, soll der eigentliche Wohnbau beginnen – vermutlich im April. Die Baugenehmigung gibt es ja seit langem, inzwischen wurden auch die Aufträge vergeben. Knubben rechnet damit, dass im Sommer des nächsten Jahres die Bewohner das Haus beziehen können.

An der Kirchstraße werden nach Plänen des Architekturbüros Strelzig & Klump auf zwei Etagen mit zusammen 700 qm Wohnfläche je acht Männer und Frauen untergebracht. Im Obergeschoss in einer 8er-WG mit Balkon. Jedem Bewohner steht in dieser WG ein eigenes Zimmer zur Verfügung. Im Erdgeschoss wird es eine 6er-WG (ebenfalls mit jeweils eigenen Zimmern für jeden Bewohner) geben. Alle Räumlichkeiten werden barrierefrei und zeitgemäß ausgestattet sein. Außerdem sind zwei Einzelappartements vorgesehen. Knubben: „Wir sind alle unglaublich froh, dass der Knoten jetzt durchschlagen werden konnte und es los geht.“

Das nächste Projekt steht ja auch schon in den Startlöchern: Der Neubau des Kaplan-Poether-Hauses im Schlagschatten der Zweckeler Herz-Jesu-Kirche – ein ebenso millionenschweres Gemeinschaftsprojekt mit der Pfarrgemeinde St. Lamberti. In dem Neubau werden in den zwei oberen Etagen ebenso 16 behinderte Menschen aus dem Suitbert-Haus (in zwei 8er-WGs) ein Zuhauses finden. Im Untergeschoss bekommt die Gemeinde Herz Jesu einen Gemeindesaal mit Nebenräumen. Der Abriss des alten Poether-Hauses und des Schwesternwohnhauses ist inzwischen erfolgt. Zur Zeit läuft die Ausschreibung der Bauarbeiten, im April könnte auch hier Baubeginn sein. Mit dem Bezug rechnet Knubben Ende 2016.