Bahnlärm im Visier - Eisenbahnbundesamt ermittelt Belastung

Bahnlärm im Blick: hier ein Anwohner der Bottroper Straße, Nähe Bhf West.
Bahnlärm im Blick: hier ein Anwohner der Bottroper Straße, Nähe Bhf West.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Seit Jahren schon beschäftigt sich der Umweltausschuss in Gladbeck immer wieder mit diesem Thema: der Bahnlärm und seine Folgen für Anwohner.

Gladbeck..  91 Dezibel - diesen beachtlichen Lärmwert hat Erhard Krüger rund sechs Meter vom Bahngleis entfernt als Lärmwert für den Kleingartenverein Nordpark gemessen.

Die Kleingartenanlage ist vom Lärm der Hamm-Osterfelder-Zugtrasse direkt betroffen. Sieben der 87 Parzellen liegen direkt am Gleis. Als so genannter Auslöse-Wert für konkrete Maßnahmen gilt eine Richtzahl von 75 Dezibel (dB) - was etwa einem Lkw-Motorgeräusch entspricht.

Das Thema Bahnlärm beschäftigt nicht nur Nordpark-Kleingärtner, sondern auch viele andere Menschen in Gladbeck, die sich als Anwohner belästigt fühlen und zum Beispiel auf vermehrte Lärmschutzwände entlang der Gleise hoffen.

Unter www.laermaktionsplanung-schiene.de gibt es derzeit die Chance, Bürgerkritik detailliert zu äußern. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) hat diese Seite geschaltet und will so das Ausmaß der Lärmbelastungen an Schienenwegen ermitteln. Die Teilnahme ist nur noch im Juni möglich, wie auch der Bundestagsabgeordnete Michael Gerdes (SPD) jetzt nochmals unterstreicht.