Bach und Messiaen zum Stummfilm
17.08.2011 | 17:29 Uhr 2011-08-17T17:29:42+0200
Gladbeck.Qualität und Kontinuität – diese zwei Merkmale zeichnen die Gladbecker Orgeltage St. Lamberti aus. Namhafte Interpreten haben viele Konzerte an der Klais-Orgel zu einem Erlebnis gemacht. Die Veranstaltungsreihe erlebt in diesem Jahr ihre 25. Auflage.
Konrad Suttmeyer, Kantor und Organist in St. Lamberti, gerät jedes Mal geradezu ins Schwärmen, wenn er von „seiner“ Orgel spricht, die seit 1960 ihren Klang in der Prop-steikirche entfaltet, und als Organisator der Orgeltage weiß er, dass die Gastinterpreten seine Begeisterung teilen.
Die „wohltuende Symbiose des Klangs mit diesem Kirchenraum“ wird sicher auch Julian Gembalski spüren, der den Reigen am Sonntag, 4. September, 20 Uhr, eröffnet. Gembalski gilt als einer der führenden Organisten Polens, hat zahlreiche Preise gewonnen und konzertiert in ganz Europa und den USA. Neben der künstlerischen und kompositorischen Arbeit hat er zahlreiche Fachpublikationen herausgegeben und Orgelinstrumente entworfen. Der Professor an der Musikhochschule Katowice gründete 2004 das erste Orgelmuseum in Mitte-Ost-Europa. In St. Lamberti spielt er u. a. Werke von Johann Sebastian Bach und Nicolaus Bruhns sowie Eigenkompositionen.
Am Sonntag, 11. September, 16 Uhr, fällt der Startschuss für eine Neuerung, mit der Konrad Suttmeyer der Veranstaltungsreihe ein eigenständiges Gesicht geben will. An der Orgel sitzen dann zwei Studenten der Folkwang Universität Essen. Jens Hilder und Philip Feldhordt, die sich gerade auf ihr Examen vorbereiten, interpretieren Werke von Bach, Rheinberger, Buxtehude und Jehan Alain.
Lernende und Lehrende deutscher Musikhochschulen sollen auch künftig ihre musikalische Visitenkarte in Gladbeck abgeben, in Anlehnung an die Konzertreihe „Forum deutscher Musikhochschulen“. Für die kommenden Jahre hat Konrad Suttmeyer erste Gespräche mit den Hochschulen in Berlin und Köln geführt.
Auch der Interpret am Sonntag, 18. September, 16 Uhr, kommt von der Folkwangschule. Roland Maria Stangier ist dort Dozent für Orgel und Improvisation. Er hat zahlreiche CDs veröffentlicht und konzertiert weltweit. In St. Lamberti interpretiert er u. a. Werke von Mozart, Bach und Louis Vierne und trägt eine eigene Improvisation vor.
Eine zweite Neuerung in der Reihe der Gladbecker Orgelkonzerte erleben die Besucher zum Abschluss: Am Sonntag, 25. September, 20 Uhr, spielt Toni Weiser, Organist aus Oberhausen, ausgewählte Orgelmusik, während über eine Leinwand im Altarraum der Stummfilm „La Passion de Jeanne d’Arc“ flimmert. Carl Theodor Dreyer gelang 1927 mit diesem Film über die Gerichtsverhandlungen gegen die Jungfrau von Orleans eines der letzten großen Werke der Stummfilmära. Gesichter in Großaufnahme spiegeln die Vielfalt menschlicher Gefühle. Toni Weiser will das mit Werken u. a. von Albinoni, Bach, Corelli, Fauré und Messiaen sowie mit Eigenkompositionen musikalisch unterstreichen.
Der Eintritt zu den Konzerten ist frei. Wie immer aber wird um eine freiwillige Spende gebeten.
12:35
Schreiben Sie (#1) doch einfach einen informativeren Artikel. Sie scheinen ja bei dem Gespräch dabei gewesen zu sein und wissen genau, was Herr Suttmeyer gesagt hat. Da können Sie sich dann über die noch so kleine Belanglosigkeit auslassen und am Rande vielleicht auch erklären, was an der Universität der Künste so toll ist, wenn ihr Sohn anscheinend nicht vor hat, diese irgendwann auch mal zu verlassen!!! Also bitte, wenn man selbst keine Ahnung hat... und schön weiterstudieren.
09:13
Schön das über die Orgeltage berichtet wird. Weniger schön: die Reporterin hat keine Ahnung von der Materie und wohl auch keine Notizen beim Interview mit Herrn Suttmeyer gemacht. Da mein Sohn auch an der Folkwang Universität der Künste (so heißt es korrekt) in Essen bei Professor (schon seit über 10 Jahren) Stangier das Fach Orgel studiert, kennt er natürlich auch Jens Hilger und Philipp Feldhordt, die ihre Examen schon hinter sich haben.
Also bitte, nächstes Mal Notizen leserlich mitschreiben, es gibt halt auch Gladbecker die in Essen studieren.