Azubi für Gladbecker Betrieb gesucht - noch nicht gefunden

Christoph Littmann hat seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in der "Traumwerkstatt" Terhardt schon fast erfolgreich abgeschlossen. Jetzt sucht der Chef einen ebenso geeigneten Nachfolger.
Christoph Littmann hat seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in der "Traumwerkstatt" Terhardt schon fast erfolgreich abgeschlossen. Jetzt sucht der Chef einen ebenso geeigneten Nachfolger.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Inhaber der Traumwerkstatt Terhardt appelliert an Arbeitgeber, junge Menschen auszubilden. Doch manche Bewerber scheitern schon mit ihrem Anschreiben.

Gladbeck..  Den idealen Azubi kann man sich nicht backen, das weiß Simon Terhardt (38) vom Gladbecker Bettenstudio Traumwerkstatt. Aber das muss auch gar nicht sein, sagt er. Nur ein paar Grundeigenschaften müssten Bewerber schon mitbringen, um in seine engere Auswahl zu kommen: Zuverlässigkeit, seriöses Auftreten und Aussehen, Ehrlichkeit sowie Grundfreundlichkeit im Umgang mit Kunden, einigermaßen gute Zensuren in den Hauptfächern, vor allem Mathe und Deutsch. „Alles andere, was man für den Beruf des Verkäufers, bzw. Einzelhandelskaufmann/-frau können muss, bringen wir dann bei“, sagt Terhardt.

Gute Erfahrungen

Das hat schon einmal gut geklappt, mit dem ersten Auszubildenden in der Traumfabrik, Christoph Littmann. Der ist jetzt im 3. Lehrjahr und steht kurz vor der Abschlussprüfung zum Einzelhandelskaufmann. Die positive Erfahrung veranlasst Terhardt, den frei werdenden Ausbildungsplatz in seinem Betrieb erneut zu besetzen. Auch um jungen Menschen hier in der Region eine Chance auf eine berufliche Perspektive zu geben, will der stellvertretende Vorsitzende der Gladbecker Werbegemeinschaft mit gutem Beispiel vorangehen. Den passenden jungen Menschen zu finden, der sich von den Fähigkeiten und der Persönlichkeit her eignet, und zu einem Betrieb mit anspruchsvoller Kundschaft passt, ist aber gar nicht so leicht, stellt er fest.

14 Bewerbungen liegen vor

14 Bewerber und Bewerberinnen haben sich bereits auf seine Ausschreibung bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 14 Bewerbungsmappen stapeln sich auf dem Schreibtisch. Einige sind jedoch gleich in die Ablage „Zurück an Absender“ gewandert. „Weil schon im Anschreiben grobe Rechtschreibfehler waren“, schüttelt Terhardt über solche Nachlässigkeit verständnislos den Kopf. Einige andere fallen nach näherer Betrachtung ‘raus, darunter ist auch die junge Frau mit dem Kopftuch. „Schwierig mit meiner Kundschaft“, sagt Terhardt ehrlich. Andere wurden zwar eingehend geprüft, aber zum Gespräch ist noch kein Bewerber eingeladen worden. Auch nicht der junge Mann, der zwar die richtigen Voraussetzungen mitzubringen scheint, „aber dann habe ich mir seine Facebook-Seite angeschaut“, merkt Terhardt an. Danach war der Eindruck der Seriosität arg getrübt.

Berufsfelder vorstellen

Doch gerade darauf kommt es in dem Familienbetrieb ganz entscheidend an. Betten im speziellen Fachgeschäft zu verkaufen, das auf guten Service und Beratung setzt, ist mehr als ein Job. Das verlangt viel persönlichen Einsatz. Und nicht nur das: Es geht ganz allgemein persönlicher zu in einem kleinen Betrieb. Der Azubi arbeitet hier eng mit dem Chef zusammen, da muss die Chemie stimmen.

„Wir fahren zusammen zu Kunden, liefern Matratzen aus, bauen Betten ab und auf“, erklärt Terhardt einen Aspekt der Arbeit. Der Auszubildende kann so viel vom Chef lernen, wenn er will. Und wie dieser zum leidenschaftlichen Fachmann werden in Sachen Matratzen, Auflagen und Co..