Automat in Neuen Rathaus macht biometrische Passbilder

Susanne Matyar zeigt, wie einfach die Bedienung des neuen Automaten „Speed Capture Station“ im Foyer des Neuen Rathauses ist.
Susanne Matyar zeigt, wie einfach die Bedienung des neuen Automaten „Speed Capture Station“ im Foyer des Neuen Rathauses ist.
Foto: Heinrich Jung
  • Bürgeramt und Ausländerbehörde stellen neue „Speed Capture Station“ vor
  • Automat macht biometrische Passbilder und scannt Fingerabdrücke für Ausweise ein
  • Verfahren soll Beantragung von Personalausweisen, Reisepässen und Aufenthaltsdokumenten beschleunigen

Gladbeck..  Das Bürgeramt und die Ausländerbehörde im Neuen Rathaus bieten ab sofort eine neue Dienstleistung im Foyer des Gebäudes am Willy-Brandt-Platz an. An der „Speed Capture Station“, einem Automaten, können Gladbecker, die einen neuen Ausweis beantragen wollen, und Ausländer, die einen Aufenthaltstitel beantragen, biometrische Passfotos machen, ihre Fingerabdrücke einscannen und schon vorab ihre Unterschrift digitalisieren. Kurz gesagt: „Es geht um die Erfassung von biometrischen Daten“, erklärt Tim Deffte vom städtischen Presseamt.

Bisher mussten Antragsteller ihr biometrisches Passfoto schon mitbringen und ihre Unterschrift auf einem Formular leisten. Die Fingerabdrücke nahmen die Sachbearbeiter mit einem Gerät ab – deren Speicherung beim Personalausweis freiwillig, für den Reisepass oder einen Aufenthaltstitel jedoch vorgeschrieben ist. Die „Speed Capture Station“ (Schnell-Erfassungs-Station) soll das Verfahren beschleunigen und Wartezeiten verkürzen.

Verfahren soll Zeit und Papier sparen

Das bisherige Formular soll durch das neue Verfahren überflüssig werden. „Wir wollen weg von zu viel Papier“, erklärt Doris ­Foerster, Abteilungsleiterin im Amt für Integration und Ausländerwesen. Außerdem soll das neue Verfahren Zeit sparen, indem die Antragssteller ihre biometrischen Daten selbst erfassen. „Wir müssen nicht kleben, nicht schneiden, nicht scannen“, sagt Susanne Matyar, Sachbearbeiterin im Bürgeramt. Ihre Aufgabe ist es trotzdem, die Eingaben ihrer Kunden zu überprüfen. So müssen die Sachbearbeiter künftig zum Beispiel sicherstellen, dass die Nutzer auch wirklich die eigenen Zeigefingerabdrücke eingescannt haben.

Susanne Matyar ist vor allem von der Möglichkeit begeistert, selbst an der Station biometrische Passbilder machen zu können. „Das sind superschöne Fotos, und gut ausgeleuchtet sind sie auch“, sagt sie. Obwohl, der eingebaute Blitz sei doch etwas hell, sagt sie blinzelnd, nachdem sie vorgeführt hat, wie das Gerät funktioniert. Drei Aufnahmen macht die Kamera nacheinander – jeder Nutzer hat beliebig viele Versuche. Am Ende entscheidet jedoch der Computer, welches Bild gut ist. „Das System sucht sich aus, welches Foto der Biometrie entspricht“, erklärt Silke Döding, Abteilungsleiterin im Ordnungsamt.

Das Angebot werde bisher gut angenommen, haben die Verwaltungsmitarbeiterinnen beobachtet. In sechs Sprachen führt der Computer seine Nutzer durch die Prozedur, von der Erfassung der Daten über das Foto, die Fingerabdrücke bis hin zur Unterschrift. Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Türkisch stehen zu Wahl. „Wir wünschen uns noch eine arabische Version“, sagt Doris Foerster.