Ausbildung als Alternative zum Studium

Das Vermitteln der betrieblichen Aus- und Weiterbildung als gleichwertige und attraktive Alternative zum Studium sieht der IHK-Nord-Westfalen-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing als Daueraufgabe. Nach Jahren der politisch gewollten Über-Akademisierung müsse gesellschaftliches Umdenken einsetzen. „Ansonsten gehen kleinen und mittelständischen Betrieben die Fachkräfte aus.“ Nachdem die Politik auch formal anerkannt habe, dass Fachwirte und Industriemeister auf einer Qualifikationsstufe stehen mit einem Bachelor von der Hochschule, komme es darauf an, Schüler und Eltern davon zu überzeugen, dass eine betriebliche Ausbildung die beste Grundlage für eine berufliche Karriere ist. Dafür wolle die IHK bei der Berufsorientierung im neuen Jahr neue Wege gehen. Allerdings komme in der Emscher-Lippe-Region erschwerend die Umbruchsituation der Energiebranche mit dem Ende des Steinkohlebergbaus hinzu. So lag die Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse Ende November 2014 mit 9767 Verträgen um fast sieben Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres.