Aus für „Gladbeck total“ - neues Konzept ist in der Planung

Die Besucherzahlen stimmten in diesem Jahr. Dennoch soll ein neues Konzept her, das sich mehr um Familien dreht.
Die Besucherzahlen stimmten in diesem Jahr. Dennoch soll ein neues Konzept her, das sich mehr um Familien dreht.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Werbegemeinschaft hat den Vertrag mit der Agentur gekündigt. Das Stadtfest soll künftig Familien mehr bieten.

Gladbeck.. Das Stadtfest Gladbeck Total wird es so nicht mehr geben. Das Fest, das auch in diesem Jahr am ersten Mai-Wochenende mit Musik, Verkaufsständen und buntem Programm über die City-Bühne ging, war das letzte in dieser Art.

„Wir werden es so nicht mehr durchführen“, erklärt Martin Volmer vom Vorstand der Werbegemeinschaft Gladbeck, die Gladbeck Total in den vergangenen Jahren federführend organisiert hat. Der Vertrag mit der Agentur Fritz Event sei bereits gekündigt.

Ein Fest rund um das 1. Mai-Wochenende soll es aber weiterhin geben, so Volmer. Das werde aber stärker auf Familien und Kinder ausgerichtet und weniger vergleichbar mit den Festen der Nachbarstädte sein, die alle Ähnliches bieten. „Wir wollen das stärker in die eigene Hand nehmen. Es soll eher ein Fest von Bürgern für Bürger werden“. Das erfolgreiche Stadt-Picknick könnte da als Vorbild dienen.

Sparkasse ist Hauptsponsor

Bei der Entscheidung, Gladbeck Total aufzugeben, spielt allerdings auch die Sparkasse eine gewichtige Rolle. Sie redet als Hauptsponsor bei der Ausrichtung des Fests ein Wörtchen mit. „Die Werbegemeinschaft und wir waren mit der Gestaltung nicht zufrieden. Das Stadtfest spiegelt nicht das wider, was bei der Größenordnung zu erwarten gewesen wäre“, fasst Marketingchef Matthias Bludau die Bedenken zusammen. Die Sparkasse unterstützt die Werbegemeinschaft jährlich mit einem fünfstelligen Betrag für die Durchführung von Veranstaltungen, der Großteil der Summe floss in das kostenintensive Stadtfest Gladbeck Total.

„Die Unterstützung wird es auch weiterhin geben, wir stehen an der Seite der Werbegemeinschaft“, betont Bludau. Angesichts schwindender Erträge bedingt durch die Niedrigzinsphase werde aber genauer geprüft, was man für sein soziales und kulturelles Engagement bekomme.

Die Kosten sind ein weiteres Argument für eine Neuausrichtung, so Martin Volmer. Die große Bühne, Technik und Sicherheit verschlingen viel Geld. Bis zum Mai 2016 wird jetzt an einem neuen Konzept gestrickt. Das neue Stadtfest wird am kommenden Mittwoch Thema am Wirtschaftsstammtisch sein.