Aus der Region in die weite Welt

Foto: Hans Blossey

Vier von zehn Unternehmen aus dem Münsterland und der Emscher-Lippe-Region wollen in diesem Jahr im Ausland investieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. „Innerhalb von zehn Jahren ist damit der Anteil der Unternehmen mit Investitionsplänen im Ausland um zehn Prozent gestiegen“, resümiert der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Bodo Risch: „Die nord-westfälische Wirtschaft wird immer internationaler.“

Von den Industrieunternehmen sowie den Großbetrieben mit mehr als 500 Beschäftigten im IHK-Bezirk wollen in diesem Jahr sogar 60 Prozent im Ausland investieren. Risch: „Viele Großbetriebe sind international ausgerichtet und planen jetzt, ihr Engagement an Standorten im Ausland weiter zu stärken. Manche Betriebe sehen sich allerdings durch die hohen Stromkosten, an denen auch der niedrige Ölpreis wenig geändert hat, gezwungen, im Ausland günstigere Standorte aufzubauen.“

Als Hauptgrund für ihr Auslandsengagement nannten die Unternehmen die Stärkung von Vertrieb und Kundendienst (59 Prozent). Eine deutlich geringere Rolle spielen Pläne, die Kosten durch eine Produktionsverlagerung ins Ausland zu senken (23 Prozent). Annähernd jedes fünfte Unternehmen will neue Märkte erschließen (18 Prozent).

Europa steht bei den Auslandsinvestitionen klar im Fokus: Fast 59 Prozent der Unternehmen wollen ihr internationales Geschäft in den EU-Kernländern (EU 15) stärken.

Der chinesische Markt übt nach wie vor einen großen Reiz aus: 23 Prozent der Betriebe mit Investitionsplänen im Ausland gaben an, ihr Geschäft dort auszubauen.