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Serie: Typisch Gladbeck

Auf zu neuen Ufern

02.08.2012 | 13:48 Uhr
Auf zu neuen Ufern
Renaturierter Haarbach in Nähe der Kampstraße. Foto: Jan Dinter

Gladbeck.   Im Freibad, an der Tankstelle oder auf dem Marktplatz waren wir schon - jetzt geht es in der WAZ-Serie „Typisch Gladbeck“ zum wunderschönen Haarbach-Ufer.

Frühmorgens um 7 Uhr ist es hier am allerschönsten - dann ist hier nur das Gurgeln des Baches zu hören. Eine zarte Begleitmusik aus glasklarem Wasser. Wie in der Wildnis. Ja, am Haarbach unterhalb der Möllerhalde kann man erleben, wie sich die Stadtlandschaft verändert. Typisch Gladbeck eben.

Hier in Nähe der Kampstraße ist sozusagen das Glanzstück der Gladbecker Emscher-Renaturierung tagtäglich zu bewundern. Fast schon wie ein Gebirgsbach bahnt sich der renaturierte Haarbach am neuen Uferweg entlang seinen Weg an Alt-Rentfort vorbei nach Ellinghorst.

Sprudelndes Wasser unter dichten Gräsern versteckt

Frühmorgens gegen 8 Uhr ist hier beinahe schon jede Menge los - denn dann kommen die Hundebesitzer mit ihren Tieren. Und auch sie genießen dieses wunderbare Stück neu gestalteter lokaler Natur. Ein Bach, der in diesen Sommertagen über weite Strecken unter dichten Gräsern verschwindet; ein Gewässer, das manchmal in rasend schnellem Tempo fließt, aber teils auch in wunderbaren kleinen Seen und Auen vor sich hindümpelt.

Auch die Kinder des Stadtteils haben hier jede Menge Spaß, sie können an den schmalsten Bachstellen über das Gewässer hüpfen und auch mal einen kleinen Stein-Staudamm bauen.

Gräser und glasklares Wasser am Fuß der Möllerhalde: Der renaturierte Haarbach versetzt Spaziergänger ins Staunen. Foto: Jan Dinter / WAZ FotoPool

Der Haarbach zwischen Rentfort und Ellinghorst, der Nattbach in Butendorf, der Hahnenbach in Brauck, der Wittringer Mühlenbach - die Emscher-Renaturierung hat Gladbecks Stadtteile auf typische Weise verändert. Aus Köttelbecken wurde kleine Vor-Ort-Areale der Naherholung. In allen Stadtteilen sind die Bewohner sozusagen zu neuen Ufern aufgebrochen, was auch an den zahlreichen neu aufgestellten Hinweisschildern („Uferweg“) tagtäglich zu erkennen ist.

Kurz nach den Hundebesitzern kommen dann morgens die ersten Radler an den Haarbach: Angestellte auf dem Weg zur Arbeit, oft mit Bürotasche auf dem Gepäckträger. Auch sie haben sich die grüne Route am Wasser entlang ausgesucht. Weil’s so schön ist. Und weil man hier superschnell Richtung Sandstraße und Stadtmitte radeln kann, ohne vom Autoverkehr gestört zu werden.

Ist hier das Ruhrgebiet?

Gab es hier tatsächlich mal das alte Ruhrgebiet mit Köttelbecken-Betonrinne, mit unendlichen Ufer-Zäunen und „Vorsicht Lebensgefahr“-Warnschildern der Emschergenossenschaft?

Wer eine kleine Pause am Haarbach-Ufer macht und dem sprudelnden Wasserlauf zusieht, kann da schon mal ernste Zweifel bekommen.

Alles Grün hier. Typisch Gladbeck eben.

Michael Bresgott

Kommentare
02.08.2012
17:59
Auf zu neuen Ufern
von ichliebekoenigsblau | #1

kommen die Hundebesitzer mit ihren Tieren

jaaa und die Tretminen bleiben auch , mal wieder , liegen !

letzte Woche: das waren ja Krawenzmänner ; da kam einem ja die Kotze hoch !

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Auf zu neuen Ufern
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2012-08-02 13:48
Gladbeck