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B 224/A 52

Arbeitskreis schiebt Bürgerbegehren an

27.06.2012 | 16:56 Uhr
Arbeitskreis schiebt Bürgerbegehren an

Gladbeck. Der Arbeitskreis Stadtbildpflege will, dass die Bürger über eine „Umgehungsalternative zur A 52“ offiziell abstimmen. Die Auftaktveranstaltung zum geplanten Bürgerbegehren am Dienstagabend interessierte allerdings nicht viele.

Der Arbeitskreis lehnt bekanntlich einen Autobahnausbau auf der bestehenden B-224-Trasse strikt ab. Doch „ein Ausbau wird irgendwann wieder auf der Tagesordnung stehen“, ist Christian Wederhake sicher. Deswegen gelte es, sich jetzt zu positionieren: „Wenn A 52, dann nur umweltverträglich und mit Bürgerpartizipation.“ Nach wie vor bevorzugt der Arbeitskreis die Heege-Umgehungslösung.

„Diese Alternative ist nicht neu“, gibt Wederhake zu, jetzt aber habe der Arbeitskreis sie um einige Vorteile ergänzt. „Wir haben Verständnis für die Gladbecker, die eine gute Verkehrsanbindung befürworten.“ Die Umgehung durch die Heege soll nach den Vorstellungen des Arbeitskreises Stadtbildpflege durch einen Tunnel führen. Zwar lägen beide Autobahnkreuze auf Gladbecker Gebiet, doch einen großen Vorteil sieht der Arbeitskreis darin, dass weniger Zusatzspuren notwendig seien.

„Diese Lösung wäre ca. 100 Mio Euro preiswerter als die Möglichkeit, die beim Ratsbürgerentscheid zur Abstimmung stand“, so Alfred Luggenhölscher. „Mit unserer Lösung wäre der Flächenverbrauch geringer, die Bauzeit kürzer und das Projekt umweltfreundlicher. Zudem wäre kein Grundstückskauf notwendig.“ Der Ausbau könne zudem ohne eine Sperrung der B 224 erfolgen. Zweieinhalb Jahre Bauzeit wären im Vergleich dann „doch eher gering“, bilanzieren Alfred Luggenhölscher und Christian Wederhake.

Rückbau der B 224

In den nächsten Wochen will der Arbeitskreis für seine Umgehungsvariante werben und an den Wochenenden Unterschriften sammeln. Über ein Bürgerbegehren möchte der Arbeitskreis „die Zukunftsplanung der Stadt“ in die Hände der Bürger legen. Damit dies überhaupt möglich wird, werden im Vorfeld 3300 Unterschriften gebraucht. „Wir wollen die Stadt veranlassen, sich für die Umgehungslösung einzusetzen.“

Der Arbeitskreis strebt eine große Komplettlösung an. Denn auch mit der jetzigen Situation sei man nicht zufrieden. Wäre die Heegelösung erst einmal da, könne man die B 224 zur normalen Ortsstraße zurückbauen. Der gesamte Lkw-Verkehr in Gladbeck entfalle und verlaufe durch Gelsenkirchen. Was die Nachbarn dazu sagen? „Wir sind in Gesprächen. Wir mussten erst einmal klar machen, dass wir eine Tunnellösung für die Heege anstreben. Das war unseren Gesprächspartnern nicht bewusst“, so Luggenhölscher.

Erste Reaktionen aus Gelsenkirchen

Die erste Reaktion aus Gelsenkirchen gibt es schon: „Wir erneuern unsere Kampfansage an alle, die unser Landschaftsschutzgebiet zerstören wollen“, sagt Klaus Haertel, der dortige Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion zum „neuen Versuch, Gladbecker Verkehrsprobleme auf dem Rücken der Gelsenkirchener auszutragen“. „So wie wir die Gladbecker Politik bei ihrem Kampf für die Tunnellösung unterstützt haben, erwarten wir vom Rat der Stadt Gladbeck eine eindeutige Ablehnung dieser Pläne.“

Steffen Bender

Kommentare
30.06.2012
05:21
überflüssiges gequassel
von themroc | #7

man man man...was soll eigentlich diese debatte über straßenausbau hier wieder .lasst doch endlich eure autos in der garage stehen und bewegt euch mal...
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