Apfeliges Gladbeck
04.09.2011 | 19:24 Uhr 2011-09-04T19:24:34+0200
Gladbeck. Gemütlich ging es zu beim Appeltatenfest 2011. Und pünktlich: Punkt 11 Uhr setzte am Samstagmorgen die Musik ein, eröffnete Bürgermeister Ulrich Roland Stadtfest mit dem Fassanstich.
Und Punkt 15 Uhr am Sonntagnachmittag wurde die neue Appeltatenkönigin Beate Günther vor dem Alten Rathaus von Bürgermeister Ulrich Roland gekrönt.
Umjubelt und unter Fanfarenklängen des Fanfarencorps Dorsten-Hervest erhielt die Siegerin der diesjährigen Apfelolympiade die Amtskette und den goldenen Apfelanhänger, grüßte herzlich und gekonnt ihr „Volk“ beim anschließenden Bummel durch die Feststraßen, verteilte großzügig Äpfel mit Herzchen und genoss gemeinsam mit ihrem Gefolge - fast alle ehemaligen Appeltatenköniginnen waren dabei - im WAZ-Café Kaffee und, natürlich, Apfelkuchen.
Apfelkuchen - den konnte man tatsächlich in allen Formen und nach allen möglichen Rezepten an diesem Wochenende in Gladbecks Fest-City genießen. Mehrere zehntausend Besucher fanden den Weg in die Appeltatenstadt, dicht gedrängt ging es mitunter in der geschmückten Gladbecker Fußgängerzone zu - auch am Sonntagnachmittag, als tiefhängende Wolken drohten, das Fest zu verhageln. Aber das Wetter hielt . . .
So entfalteten sich bis in den Abend wahre Festdüfte in der City: Der von leckeren Crepes, von Mandeln, aber auch von Bratwurst und Backfisch. Von allen Seiten erklang Musik - auf den drei Bühnen - Rathausplatz, Marktplatz und Lambertistraße - fanden Livemusiker an beiden Tagen ihr dankbares Publikum. Viele genossen die Unterhaltung in den Straßencafes, die vor allem am Samstag die Besucherscharen kaum bewältigen konnten.
Gute Laune herrschte am Sonntag auch bei den Geschäftsleuten, die von 13 bis 18 Uhr beim verkaufsoffenen Sonntag ihre Türen öffneten. Die zunächst heftigen Regengüsse sorgten auch für viel Kundschaft - viele Citygäste zogen einen trockenen Blick in die Läden der Gefahr, nass zu werden, vor.
Sobald es wieder trocken war, füllten die Straßen der Innenstadt sich jedoch wieder mit Leben, zeugten Tüten und Taschen vom erfolgreichen Einkauf, waren die Plätze in den Straßencafes schnell besetzt. Und auch das Apfelparadies auf dem Goetheplatz hatte viele große und vor allem kleine Besucher. Sie machten begeistert mit bei den Aktionen der Jugendkunstschule, bei denen sich wiederum alles um den Apfel drehte. Das war im kulinarischen Sinne auch an den Ständen der Fußballvereine SV Zweckel und Alemannia Gladbeck der Fall, die selbst Gebackenes feilboten, um ihre Jugendkasse aufzubessern. Rundum ein tolles Progamm im apfeligen Gladbeck.
Splitter vom Gladbecker Appeltatenfest:
Reichlich Spaß hatten beim Appeltatenfest auch die ganz kleinen Besucher: Clown Bärchen begegnete ihnen ständig in der City und trieb allerlei Schabernack mit ihnen. Allerlei Spiele - etwa Quadbahn oder Hüpfburg - lockten auf dem Marktplatz, wo etwas größere Kleine beim Trödelmarkt ihr Geschick im Feilschen beweisen konnten.
Apropos Markt: Der Wochenmarkt stand am Samstag ganz im Zeichen des Apfels. Die Händler hatten sich einiges dazu einfallen lassen. Allerdings mischte sich bereits der eine oder andere Anbieter unter sie, der danach für das zweitägige Marktplatz-Festprogramm Platz benötigte.
Für den guten Ton am Sonntag sorgte auch der Chanty-Chor, den die Marinekameradschaft Gladbeck auftreten ließ. Mitten auf der Hochstraße fanden die singenden Männer zahlreiche Zuhörer. Die Marinefreunde informierten an einem Stand auch über ihre 40-jährige Patenschaft zu einem Landungsgeschwader.
Wohltätigkeits-Initiativen waren auch präsent: Die Lebenshilfe verkaufte für den guten Zweck Kaffee und Kuchen am Rathaus, der Hof Holz Leckereien aus dem Garten auf dem Goetheplatz.
EinenVorgeschmack auf die fünfte Jahreszeit bot der Karnevalclub Wittringer Ritter am Rathaus, wo Garden bei jecken Tönen die Beine warfen.
Zufriedene Organisatoren und Sponsoren: Anke Nienhaus vom Kulturamt hatte den Zeremonienplan fest im Blick und konnte am Ende verkünden: Alles war gut! Sponsorin Ulrike Rodewald von Optik Rodewald freute sich über die gelungene Krönungsfeier und servierte der Appeltatenkönigin und ihrem Gefolge Cidre und Apfelsaft. ELE-Geschäftsstellenleiter Rainer Mönkemöller und Prokurist Peter Fricke luden zum Abschluss in ihre Räume an der Bottroper Straße ein. Und der „Spezialist für Äpfel“ (O-Ton Bürgermeister Ulrich Roland) Erhard Heiman sorgte dafür, dass kein Apfel verloren ging!
Wie auf einer Empore kam man sich vor im Café des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der auf dem Kirchplatz Kaffee und Kuchen anbot. Selbstverständlich auch an evangelische Gäste und sogar an Männer, wie die Frauen hinter der Theke augenzwinkernd versicherten.
11:30
Tolle, heile Welt.
05:18
LOL