Anwohner ärgert sich über Ampel an der Schwechater Straße

Für überflüssig hält Peter Bartel die Ampel an der Schwechater - /Berliner Straße.
Für überflüssig hält Peter Bartel die Ampel an der Schwechater - /Berliner Straße.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Peter Bartel aus Rentfort-Nord hält die Ampel für komplett überflüssig. Doch die Stadt sagt: sie bleibt. Wegen der Senioren, die dort wohnen.

Gladbeck..  Sieben Jahre wohnt Peter Bartel jetzt in Rentfort-Nord, und genau so lange ärgert er sich über die Ampelanlage an der Einmündung Schwechater Straße / Berliner Straße.

„Die ist völlig überflüssig“, findet er und hat das auch schon mehrmals in Briefen an die Stadtverwaltung begründet. „Die Berliner Straße ist zwar relativ stark befahren, aber sie ist verkehrsberuhigt, dort gilt Tempo 30. Und auf der Schwechater Straße ist kaum noch Verkehr“, sagt er. Die Lichtzeichenanlage verursache hohe Kosten, und die vor der roten Ampel haltenden Kraftfahrzeuge pusteten Unmengen von Kohlendioxid in die Luft.

„Als das Einkaufszentrum an der Schwechater Straße noch belebt war, hat die Ampel möglicherweise Sinn gemacht, weil ältere Menschen aus dem Elisabeth-Brune-Zentrum und aus den benachbarten Seniorenwohnungen die Berliner Straße häufig überquert haben, um einkaufen zu gehen, aber seit es im Einkaufszentrum kaum noch Geschäfte gibt, geht auch fast niemand mehr in diese Richtung“, hat Peter Bartel beobachtet.

Aber gerade wegen der Senioren bleibt die Ampelanlage erhalten. „In der vergangenen Woche waren Fachleute der Stadtverwaltung, Polizei sowie Mitglieder des Senioren- und des Behindertenbeirats vor Ort“, hat Christiane Schmidt von der städtischen Pressestelle auf WAZ-Anfrage recherchiert. Das einstimmige Votum nach diesem Ortstermin: Die Ampel wird nicht abgeschaltet.

Die Berliner Straße werde nach wie vor von zahlreichen älteren Menschen überquert, und längst nicht jeder Kraftfahrer halte sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Der Vorschlag, die Anlage zur Bedarfsampel umzurüsten, sei aus Kostengründen (50 000 Euro) verworfen worden. Außerdem gebe es außer der Kritik von Peter Bartel keine Beschwerden über die Ampelanlage. Christiane Schmidt: „Alle anderen im Stadtteil können wohl gut damit leben.“