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Amtsgericht Gladbeck bearbeitete 2015 fast 3000 Fälle

19.01.2016 | 18:16 Uhr
Amtsgericht Gladbeck bearbeitete 2015 fast 3000 Fälle
Knapp 3000 Fälle und mehr als 3700 Zwangsvollstreckungssachen behandelte das Amtsgericht Gladbeck 2015.Foto: Hans Blossey

Gladbeck.  Amtsgerichtsdirektor zieht eine zufriedene Bilanz. Justiz half auch unbegleiteten Flüchtlingskindern bei der Bestellung eines Vormunds.

Das Amtsgericht Gladbeck blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2015 zurück, das am Ende auch Neues bot: Die Richter mussten sich um unbegleitete Flüchtlingskinder und den Umgang mit dem Sorgerecht für diese Minderjährigen kümmern. „Das war eine zusätzliche Belastung, das hatten wir in diesem Umfang bisher noch nicht“, erläuterte Amtsgerichtsdirektor Bernd Wedig im Gespräch mit der WAZ.

In gut 20 Fällen musste das Amtsgericht über das „Ruhen der elterlichen Sorge“ befinden, wie es im Juristendeutsch heißt. Ohne elterliche Begleitung waren Flüchtlingskinder nach Gladbeck gekommen, und nur mit einem Beschluss des Gerichts kann ein Vormund für diese Kinder bestimmt werden.

Was die Anzahl der Gerichtsverfahren anbelangt, arbeitete das Amtsgericht auf dem Niveau des Vorjahres, bilanzierte Wedig. Die acht Richterinnen und Richter erledigten knapp 3000 Fälle, „und zwar in einem sehr guten Tempo“, so der Amtsgerichtsdirektor, der auf im Vergleich recht kurze Verfahrensdauern am Gladbecker Gericht verweist: Bei Strafsachen sind es im Schnitt vier, bei Jugendstrafsachen im Schnitt sogar nur drei Monate. „Bei uns geht es ziemlich schnell“, so der Amtsgerichtsdirektor, der auch auf einen relativ niedrigen Bestand an Fällen verweist. Bei Familiensachen betrage er zur Zeit je Richter nur ca. 180 Fälle, in anderen Amtsgerichten könnten es auch mal 250 bis 300 sein. „Wir sind hervorragend aufgestellt“, fasst Wedig zusammen und lobt sein motiviertes Team, zu dem neben den acht Richtern weitere 47 Justizbeschäftigte zählen. Als auffällig bezeichnete Wedig, der Anfang 2015 die Leitung des Amtsgerichts Gladbeck übernommen hatte, das kräftige Anwachsen der Zwangsvollstreckungssachen, mit denen Urteile vollstreckt werden. Sie kletterten von 2650 im Jahr 2014 auf 3753 vergangenes Jahr.

Zu Forderungen aus der lokalen Politik, die Justiz solle enger, möglichst Hand in Hand, mit der Polizei zusammenarbeiten, sagte Wedig im WAZ-Gespräch: „Wir arbeiten gut mit der Polizei zusammen, der Austausch funktioniert, aber wir sind eine unabhängige Instanz, bilden uns unser eigenes Bild und urteilen unabhängig und zwar jeden Fall einzeln“, so der Amtsgerichtschef, der sich und sein Gericht nicht durch die Öffentlichkeit oder die Politik beeinflusst sieht.

Keine Auffälligkeiten gebe es in den Gerichtssälen, was ungebührliches Verhalten oder gar Respektlosigkeiten anbelange. „Allerdings stelle ich in den Anklagen fest, dass es häufiger Respekt- und Distanzlosigkeiten gegenüber Lehrern und Polizeibeamten gebe“, so Wedig.

Georg Meinert

Kommentare
19.01.2016
19:46
Amtsgericht Gladbeck bearbeitete 2015 fast 3000 Fälle
von wowiki | #1

ich kann doch davonausgehen Herr Amtsgerichtsdirektor Bernd Wedig

dass Sie und Ihre Kollegschaft gegen Respekt- und Distanzlosigkeiten gegenüber...
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2016-01-19 18:16
Gladbeck