„Alkohol am Steuer? Ich bin doch nicht jeck!“

Der Karneval in Nordrhein-Westfalen kommt spätestens zum heutigen Rathaussturm immer mehr auf Touren. Ob in den Hochburgen am Rhein oder auch in anderen Städten wie Gladbeck – überall laufen sich die Jeckinnen und Jecken für die bevorstehenden Veranstaltungen und Umzüge warm. Die hiesige Verkehrswacht appelliert zu verantwortungsbewusstem Verhalten im Straßenverkehr.

Party-, Sitzungs- und Umzugsbesucher sollten sich rechtzeitig vorbereiten, so die Verkehrswacht. Schließlich gehöre neben Kostümen, Musik und guter Laune für die meisten Karnevalisten auch das ein oder andere Bier zum Feiern dazu. „Wer ausgelassen feiern möchte, sollte sich vorher überlegen, wie man nach Hause kommt“, rät Klaus-Dieter Parma, 1. Vorsitzender der Verkehrswacht Gladbeck. „Entweder kann man ein Taxi vorbestellen oder sich eine Verbindung mit Bus und Bahn heraussuchen. Auch kann man vor der Fahrt festlegen, wer den Abend über nüchtern bleibt, um alle sicher nach Hause zu bringen.“

Für die Hinfahrt das Auto zu nehmen und erst am Ort zu entscheiden, wer zurückfahren soll, ist laut Parma keine gute Idee: „Es ist besser, wenn sich jeder frühzeitig darauf einstellen kann, wie man den Abend verbringt. Wer fährt, sollte konsequenter Weise überhaupt keinen Alkohol trinken.“

Auch warnt die Verkehrswacht davor, über den Abend verteilt doch das ein oder andere alkoholische Getränk zu sich zu nehmen. „Gerade beim Feiern verliert man schnell den Überblick darüber, wie viel man getrunken hat, und setzt sich hinters Steuer, obwohl man nicht mehr fahrtüchtig ist“, erklärt Klaus-Dieter Parma.

Dass man als Fahrer besser die Finger vom Alkohol lässt, belegen auch die NRW-Verkehrsunfallzahlen aus dem letzten Jahr. Bei 145 Unfällen war in der Karnevalszeit 2014 Alkohol die Ursache, so das NRW-Innenministerium. 23 Personen wurden bei Alkoholunfällen verletzt.

Einfache Regel

Die Polizei führte in NRW insgesamt 62 367 Kontrollen durch;
17 256 Mal wurden Fahrzeugführer auf Alkohol getestet und 230 Führerscheine einbehalten. Neben den Alkoholtests wurden viele Fahrer auch auf Drogen getestet; dabei wurden 273 Verstöße registriert.

„Eigentlich ist es doch ganz einfach“, resümiert Klaus-Dieter Parma. „Wer feiert und Alkohol trinkt, setzt sich nicht ans Steuer. Wer diese einfache Regel nicht beherzigt, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer. Er darf sich auch nicht wundern, wenn er seine Fahrerlaubnis verliert!“

Weitere Infos gibt es auch bei Klaus-Dieter Parma, 1. Vorsitzender Verkehrswacht, Tel. 3 54 34; E-Mail: info@verkehrswacht-gladbeck.de; Internet: www.verkehrswacht-gladbeck.de