Acht Meter über der A 2
25.01.2012 | 18:59 Uhr 2012-01-25T18:59:00+0100
Gladbeck. Der „Überflieger“ im möglichen Autobahnkreuz A 2/A 52 wird weniger hoch als gedacht – nur gut acht Meter über der heutigen A 2 oder gut 14 Meter über der darunter liegenden heutigen B 224.
Von vielen Stellen in Wittringen, so zeigt es eine Animation, wird das Kreuz kaum zu sehen sein. Das ist eines von einigen Details, die es in Sachen A-52-Planung doch gibt, die allerdings, so die Stadt, noch beim ordentlichen Planfeststellungsverfahren festgezurrt werden müssen. Weitere Details sind:
Der Bau des Autobahnkreuzes wird im wesentlichen auf der Südseite der heutigen A 2 erfolgen – immer vorausgesetzt, der Ratsbürgerentscheid kommt zu einem Ja und die Planfeststellung übernimmt diese Planungsideen. Der Hof Schulte-Pelkum würde dabei dem Ausbau zum Opfer fallen.
Nördlich und östlich des Kreuzes werden nur die derzeit auch für die Autobahn genutzten Flächen benötigt – weder Brillenteiche noch die dortige Joggingstrecke werden verschwinden.
Entlang der A 52 von Tunnelende Phönixstraße bis Autobahnkreuz wird es einen Lärmschutzwall Richtung Wittringen geben. Auf alle Fahrbahnen der offenen A 52, auch auf die Fahrbahnen im Autobahnkreuz, kommt Flüsterasphalt. Der Überflieger erhält eine etwa 1,50 Meter hohe Seitenwand, um Lichteffekte ins Umfeld zu vermeiden.
Südlich der A 2 ist auf der westlichen Seite der A 52 ein Lärmschutzwall vorgesehen, auf der östlichen eine Lärmschutzwand. Zugesagt sei ein hochwertiger Schutz, heißt es.
Das gelte, so die Stadt, vor allem für den Bereich nordöstlich des Tunnels Richtung Buer. Dort wird es Schallschutz „höchsten Standards“ geben, zugesagt seien Anlagen nach „Vorsorgewerten“ – wie für einen Autobahnneubau. Es soll, trotz zu erwartender Verkehrszunahme leiser werden als heute, so die Verwaltung.
Außerdem arbeite man noch daran, Land und Bund mindestens bis zur Erlenstraße die sogenannte „Troglösung“ abzuringen – Tieflage der Autobahn mit der Chance einer späteren Abdeckelung mit Nutzungsmöglichkeit.
Was die Stadtallee auf dem Tunnel anbelangt, erwartet die Stadt eine Verkehrsbelastung von 8000 bis 10 000 Kfz am Tag. Zum Vergleich: Auf der Postallee verkehren 6000 Kfz täglich, auf Schützen-/Sandstraße 12 000 bis 15 000, auf der Europabrücke (höchste Belastung in Gladbeck) 25 000 Kfz pro Tag.
Die Stadtallee wird, so schätzen die Verkehrsplaner ein, als neue innerstädtische Achse für eine Entlastung auf der Wilhelmstraße sorgen.
Um zu verhindern, dass sich Verkehr ab der geplanten Abfahrt Schützenstraße zwecks Abkürzung durch die Phönixstraße zum Gewerbepark Brauck zwängt, erwägt die Stadt, verkehrslenkend und straßenbaumäßig einzugreifen (Durchfahrtsverbot, Fahrbahneinengungen).
Flächen entlang des Tunnels (gegenüber Freibad, Haldengelände links und rechts an der Ecke Steinstraße und das Areal der abgängigen Annington-Häuser an der Uhlandstraße) eröffnen neue städtebauliche Perspektiven. Insgesamt sind das 15 Hektar.
Die Bauzeit in Gladbeck beträgt geschätzt vier bis fünf Jahre, gebaut werden soll unter voller Ausnutzung des Tageslichts und unter Verkehr. Bis es soweit ist, vergehen aber noch drei Jahre Planung und je zweieinhalb Jahre Bauzeit für das Baustück südlich der A 2 und das Autobahnkreuz. Also frühester Baubeginn nördlich der A 2 ist das Jahr 2020.
Sämtliche Verbindungen über den Tunnel und die offene A 52 bleiben erhalten – auch die Fußgängerüberführung Erlenstraße. Die Kösheide wird als Brücke über die A 52 geführt.
08:14
Was Gladbeck vom Tunnel hat, konnte man in den letzten Tagen mehrfach in der WAZ lesen:
Flächen rechts und links der Autobahn, die heute als Müllkippen ´rumliegen. War einer von Euch klugen Kritikern mal hinter der Lärmschutzwand an der Stallhermstraße?
Sieht doch ******* aus!
Da können Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen!
Dann faszinieren mich hier die ganzen Rechenkünste:
Die Linke behauptet, der Verkehr auf der A 52 würde auf 70.000 steigen. Heute sind es bekanntlich über 40.000. Und dann behaupten Leute wie Botwel, der Verkehr würde sich verdreifachen. Ey, das kann ein Grundschüler ausrechnen, dass das Quatsch ist!
Außerdem weiß ich, dass fließender Verkehr wesentlich weniger stört als der heutige Dauerstau mit seinem immer wieder Anfahren, Bremsen und im Stand hochdrehen.
Ich habe zunehmend den Eindruck, dass hier bewusst rumgewullft wird, um Angst zu machen:
Nur ein Beispiel: Der Gewerbepark Brauck wird nicht abgebunden, sondern bekommt eine Anbindung an die A 52, die besser ist als die des Gewerbeparks in Rentfort bei Flachglas.
Und über die Kösheide kommt man künftig wie heute ins Pelkumer Feld und weiter nach Ellinghorst.
22:19
Die Kernfrage ist- was hat Gladbeck von der Autobahn?
Auf der Habenseite: ein Tunnel
Auf der Sollseite: Baustellenlärm und Verstopfung während der Bauphase, mehr Schadstoffe (die bleiben ja nicht im Tunnel, sondern werden rausgepustet), mehr Lärm für die Anwohner, Industriegebiet Brauck ist abgekoppelt, dreifacher Verkehr.
Komisch, bisher überwiegen die Nachteile. Aber es gibt ja noch zwei weitere Punkte:
Mehr Arbeitsplätze? Nee, der viele neue Fernlastverkehr rollt durch Gladbeck durch
und lässt keinen Euro in der Stadt
Pendler nicht mehr im Stau? Leider nicht, bei dreifachen Verkehr ist die A52 dicht wie heute die A3 oder A40. Ausserdem wird sich der gesamte Verkehr noch mehr an der Ortseinfahrt nach Essen knubbeln.
es tut mir leid, aber die Nachteile überwiegen die Vorteile des Baus.
Mich würde interessieren welche Quellen Sie haben!?!?!
Verstehe ich Ihre These richtig, dass der Verkehr nur mit dem Ausbau wächst?
Der Verkehr wird auch ohne Ausbau steigen. Dann wäre ohne Ausbau ein viel größeres Verkehrschaos. Ich denke 90% der Mitbürger die gegen den Ausbau sind nur an den Moment und die Bauphase denken, und nur die Nachteile sehen.
15:32
#Braucker.Der Wittringer Wald und das Freibad sind nur über Stadtmitte demnächst zu erreichen .Mal eben mit dem Fahrrad an den Halden vorbei ins Grüne gestrichen.Brauck von Ellinghorst getrennt.Ab durch die Heege hätte einiges entschärft ,es gibt noch mehr
zuberichten,aber es will ja keiner den Anderen mal ernsthaft zuhören.
Das ist so nicht ganz richtig.... Ich kann gerade nicht sagen ob ich auch an den Halden vorbei zum Freubad bzw nach Wittringen gelange... Aber den Weg den ich regelmäßig wähle mit dem Rad die Phönixstr. hoch und dann die B224 überqueren ist auch nach Umbau möglich... (http://www.buergerforum-a52.de/?Planungen:Galerie:Stadion)
Wir leben in einer ständigen Veränderung aber sollte wegen einem Sonntagsausflug mit dem Rad, der nicht an den Halden vorbeiführt die wirtschaftlichen Chancen nicht genutzt werden?
Das stimmt so nicht!
Die Phönixstr. würde weiterhin befahrbar sein. Ebenso die Kösheide bis nach vanderValk.
Ihr Argument ist keins! :-)
15:11
Ich verstehe den ganzen Zirkus nicht! Hat mal jemand 20 Jahre weiter gedacht? das Verkehrsaufkommen steigt stetig. Somit steigt auch die Belastung der Anwohner direkt an der B224. Ist es da nicht eine bessere Lösung einen "Deckel" drauf zusetzten? Ich finde es beeindruckend wieviele sich Sorgen um den Wittringer-Wald bzw Brillenteich machen? Ich wette 3/4 von denen die sich sorgen noch nicht einmal dort waren. Denn wenn es so wäre würde jeder den jetzigen Lärm wahrnehmen..... Und schlimmer geht es glaube ich kaum.
Ich verstehe einfach das Verhalten der Gladbeck Bevölkerung nicht... Jedes Detail wird solange auseinander genommen bis es negativ ausgelegt werden kann.
Ich denke der Ausbau ist eine riesen Chance für Gladbeck und uns!!!
14:19
Wie viele meiner Vorgänger auch schon erkannt haben, wird hier wieder etwas berichtet, wo die Bürger keinen Einfluss drauf haben. Dann spricht man über Änderungen oder über Ideen die jemand hat, aber jetzt der Knaller mit dem Hinweis;
"immer vorausgesetzt der Ratsbürgerentscheid kommt zu einem JA und die Planfeststellung übernimmt die Planungsideen."
Für wie dumm will man uns Bürger eigentlich noch halten.
Ich sage es noch einmal ganz deutlich, dass es rechtlich nicht möglich ist, per Ratsbürgerentscheid über die grundsätzliche Frage des Ausbau der 224 zur A52 und das Autobahnkreuz abzustimmen, da dass Bauvorhaben nicht in die Zuständigkeit der Stadt Gladbeck, sondern in die von Land und Bund fällt.
Die Abstimmung für den Bürgerentscheid ist auf ein Hilfskrücke aufgebaut und zwar mit der Finanzierung von 2 Millionen Euro für einen Tunnel, wo es bis dato noch keine Garantie für gibt, weil die planungsrechtlichen Voraussetzungen ersteinmal geschaffen werden müssen.
Das ist der Augenblickliche Stand und sonst gar nichts.
Und wenn ich mich auch wiederhole,was ich schon in vorherigen Kommentaren gesagt habe, ist für mich der Bürgerentscheid nicht notwendig gewesen und die 90000 Euro jetzt im Stadtsäckel fehlen.
Ich denke die Stadt Gladbeck war in einer gute Verhandlungsposition um eine Verwaltungsvereinbarung so abschliessen zu können, dass ein Nein, bei einer nichterfüllung einer Forderung, für das gesamte Projekt möglich gewesen wäre. Diese Position hat man für den Bürgerentscheid nun aufgegeben, denn wenn der Bürgerentscheid mit Ja abgestimmt wird, dann gibt es kein zurück mehr. Und weil das so ist, ist es um so notwendiger, dass die Bürger auch alle Informationen erhalten und nicht wie es bis dato abläuft Stück für Stück oder gar nicht, wie zum Beispiel mit dem Gutachten IVV.
13:50
Also ich laufe regelmäßig an den Brillenteichen vorbei. Ein Hort der Ruhe ist das auch heute nicht. Wer jetzt von irgendwelchen Naturzonen redet, der weiß nicht wovon er spricht.
Da wird ein Autobahnkreuz die Situation auch nicht verschlimmern, vielleicht hilft uns sogar der dann noch zu errichtende Lärmschutz.
Wir leben nunmal im Ruhrgebiet und die Bürger die hier wohnen müssen irgendwie auch zur Arbeit kommen. Und die ganzen Lidl´s und Aldi´s müssen auch beliefert werden.
Ich kann nicht Mobilität für mich wünschen und den gesamten Restverkehr um Gladbeck herumlenken wollen.
Jede Kreis-, Land- oder Bundesstraße bis hin zu den Autobahnen wird zunehmend immer stärker belastet. Wenn wir heute nicht für den fließenden Verkehr sorgen, dann werden unser Kinder das später bedauern.
Lasst uns die Chance nutzen und den Verkehr zu mindest teilweise unter die Erde bekommen. Die neuen Möglichkeiten für Gladbeck sind enorm. 15 ha. Fläche Innenstadt nah sind eine Perspektive für die kommende Generation.
11:11
Zitat : Von vielen Stellen in Wittringen, so zeigt es eine Animation, wird das Kreuz kaum zu sehen sein.
Das glaube ich gerne, vor allem im Sommer, wenn Blätter an den Bäumen sind. Zu hören sein wird der Lärm des Verkehrs auf dem Kreuz auf jeden Fall NICHT nur in Wittringen.
Welch ein fiktives Geschwafel... im Moment ist nachts und am Wochenende auf der B 224, so wie sie jetzt ist, nichts los.
10:44
Einerseits:
Wenn die Fragen der Bürger zu konkret werden, heisst es lapidar, "man kann derzeit noch nicht so detailliert darauf eingehen"
Andererseits:
wird den Bürgern gebetsmühlenartig eingetrichtert, als wäre der Tunnel und der Lärmschutz detailliert als Allheilmittel und Befreiung für Gladbeck ausgearbeitet und nur noch vom Bürger abzusegnen. Auch das Autobahnkreuz ist bereits detailliert beschrieben. Die Zahlen variieren zwar noch zwischen 6 stöckigem Gebäude und "nur" noch 14 Meter über der B 224, aber irgendwann wird es schon passen.
Wer unterscheidet denn, was detailliert ist und was nicht?
Vielleicht der mit dem größten medialen Zampano auf Staatskosten. Koste es was es wolle um die eigenen Interessen zu wahren. Der beflissene Aktionismus der städtischen PR Abteilung ist mehr als auffällig und lässt in der Argumentationsweise mit den subjektiven Rechtfertigungsversuche jegliche Objektivität vermissen. Wie soll denn da der Bürger eine Übersicht bekommen, wenn die Entscheidung schon vorgekaut und halb verdaut serviert wird?
09:25
Hat nicht letztens ein Bericht über die Kreuzung Bottroperstr.zur A2 höhe Total-Tankstelle von 32000 Autos gesprochen ??
Jetzt lese ich Europabrücke 25000 am Tag ?? Höchstwert in Gladbeck !
Irgendwie fühle ich mich nicht ganz wohl bei den ganzen Angaben hier in Gladbeck !
Kann es sein das der dumme Bürger nur Scheibchenweise Informationen erhält ?
09:11
Langsam kommt die Wahrheit ans Licht:
1. Die Stadt rechnet mit einer Verkehrsbelastung von 8000 - 10000 Kfz/d, will aber die Wilhemlmstraße mit der "Stadtallee" entlasten. realistisch sind wohl eher 15.000 - 20.000 Kfz/d (und das ist eine eher vorsichtige Schätzung).
2. Sämtliche Forderungen sind nicht endgültig geklärt, beim Überflieger muss noch nachverhandelt werden, die ursprüngliche Forderung nach ANbindung des Gewerbegebietes ist ganz verschwunden (damit ist auch der wirtschaftliche Nutzen deutlich gerunger als immer suggeriert)
3. Was heißt "unter voller Ausnutzung des Tageslichtes". Sollten hier nicht mindestens die üblichen Ruhezeiten am Wochenende und nach 22:00 Uhr bis 7:00 Uhr eingehalten werden, ist dieser Bau keinesfalls hinnehmbar
Ich bin gespannt, ob der Bürgermeister und sein Stimmvieh wirklich auf Seite der Gladbeckerinnen und Gladbecker ist, oder ob hier nur blinder Aktionismus vorherrscht, was ich vermute!