Abstraktes sorgt für Gesprächsstoff
12.02.2012 | 18:08 Uhr 2012-02-12T18:08:00+0100
Gladbeck.Zwanzig Kunstwerke, zwanzig Künstler, eins unterschiedlicher als das Nächste. Was sie eint, ist die Abstraktion. Und die interessierte und begeisterte am Freitag zahlreiche Gäste der Neuen Galerie, als diese ungewöhnliche Schau, Auftakt des Ausstellungsjahrs 2012, eröffnet wurde.
Erster Redner des Abends war Bürgermeister Ulrich Roland, der die Ausstellung als ein „ästhetisches Durcheinander“ bezeichnete und sich angetan zeigte, von der Konzeption der Ausstellung, in welche im Folgenden Christian Malycha aus Berlin einführte. Er brachte den Gästen die Abstraktion an sich näher. „Das Abstrakte ist der Ausgangspunkt. Jede Form muss in der Kunst überhaupt erst einmal erfunden werden.“ Doch diese Ausstellung gehe nach Ansicht Rolands weiter, zeige die aktuelle Form der abstrakten Kunst.
Sie zu ergründen war die Herausforderung für alle anwesenden Gäste. Und die nahmen diese gerne an. „Ich finde die Arbeiten beeindruckend, diese unterschiedlichen Exponate, besonders die Skulpturen“, so Angelika Ossendorf, die sich Zeit nahm für die Betrachtung jeder Arbeit. „Ich versuche, für mich einen Zugang zu finden. Das ist doch der Sinn der Abstraktion. Ich lasse die Kunst auf mich wirken. Aber die Skulpturen sprechen mich besonders an“, erklärte die Besucherin und deutete dabei auf einen „Trashstone“ von Wilhelm Mundt.
Andere Gäste hatten bei der ersten Betrachtung ihre Schwierigkeiten. So wie Frieder Kornfeld, als er einen ersten Blick auf „Super Sensitive Drops“ von Klaus-Martin Treder warf. „Als ich das sah, dachte ich, das ist aber kitschig. Aber das ist wohl so gewollt. Mir gefallen figurative Sachen besser“, verriet der Betrachter, dass ihn mehr die Neugier in die Neue Galerie trieb, als die Leidenschaft für abstrakte Kunst.
Ralf Kolecki hingegen hatte schon nach kurzer Zeit ein Lieblingswerk, eine Arbeit ohne Titel von Martin Kobe, prominent präsentiert an der Längswand des Galeriebaus. „Die Farben, die Formen, da kommt alles zusammen. Das gefällt mir gut. Interessanterweise ist es das Bild, das am wenigsten abstrakt ist. Obwohl ich noch versuche zu verstehen, was es genau darstellt.“
Der abstrakten Kunst steht der Bueraner offen gegenüber. „Mir gefällt an dieser Ausstellung aber besonders die Dichte. Sie ist sehr schön kompakt. Das ist ein schöner Kontrast zu anderen Ausstellungen hier“, so der Besucher, der absoluter Fan des Veranstaltungsortes ist. „Ich mag diese Ausstellung. Aber vor allem die Neue Galerie. Die ist wirklich toll.“
Die Austellung in der Neuen Galerie, Bottroper Str. 17, ist bis zum 30. März mittwochs bis sonntags jeweils von 15 bis 20 Uhr geöffnet.
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