Abkühlung im Freibad - besser als Scheveningen und Silbersee

Im Freibad kann man’s jetzt am besten aushalten.
Im Freibad kann man’s jetzt am besten aushalten.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der bislang heißeste Tag des Sommers 2015 lockte die Gladbecker am Donnerstag in Scharen ins Freibad - die WAZ schaute am Beckenrand vorbei.

Gladbeck..  Luisa (6 Jahre jung) hat sich mit ihrer Freundin Joanne (6) auf den Weg gemacht. „Am Mittwoch waren wir am Silbersee, heute geht es ins Freibad“, erzählen die beiden. Luisas Mutter Nina hat die Picknicktasche gepackt: Honigmelone, Kirschen, belegte Brötchen, Weingummi - mit dieser Mischung wollen sie sich an diesem superheißen Tag verpflegen. Und wie Luisa, Joanna und Nina machen es am Donnerstag über 2000 Freibad-Fans. Sommer pur am Rande des Wittringer Waldes.

11.09 Uhr auf dem Platz vor der Freibadkasse: Eine junge Dame im hellroten Sommerkleid wartet auf ihre Begleiter; sie trägt einen feschen Strohhut und eine coole Sonnenbrille. Alle zehn Sekunden rollt hier eine prall gefüllte Familienkutsche vor und setzt weitere Ferienkinder und Jugendliche ab - sie alle tragen Flip Flops und sind auf der Suche nach Abkühlung.

Auf der Liegewiese ist zu diesem Zeitpunkt noch jede Menge Platz - doch das wird sich im Laufe des Tages ändern. Andrea und Oliver Sauer haben es sich unter den schattigen Bäumen schon bequem gemacht. Oliver Sauer studiert die aktuelle WAZ, und Andrea Sauer hat sich einen Roman mitgebracht.

Die Nordsee ist ihnen noch zu kalt

„Gestern waren wir in Scheveningen“, erzählen die beiden. Doch dort sei das Nordseewasser noch viel zu kalt für ein längeres Bad gewesen. Deshalb zieht das Paar nach dem Ausflug in die Niederlande nun das grüne Freibad-Areal als Freizeitziel vor. „Wir bleiben bis in den späten Nachmittag hinein. Wir haben’s nicht weit. Wir kommen aus Butendorf. Nur einmal über die Fußgängerbrücke.“

Im 100-Meter-Becken tummeln sich unterdessen bereits die Familien. Yannick (7) ist mit seiner Schwester Ronja (5), Mama Saskia und Oma Jutta gekommen. Sie alle haben hier jede Menge Spaß. Ronja kann zwar noch nicht schwimmen und trägt eine gelbe Schwimmweste, doch mit dem Ritt auf dem blauen, aufblasbaren Delphin klappt es schon wunderbar. „Wir bleiben den ganzen Tag“, freut sich Yannick. „Wir haben Essen mitgenommen, manchmal holen wir auch Pommes.“ Klar, so sieht ein echter Gladbecker Freibadtag aus.

Sprungturm als Eldorado der jungen Athleten

Und dann erst der Sprungturm, der jetzt wieder zum Eldorado der jungen Athleten wird: Immer schön der Reihe nach, lautet hier die Devise. Als WAZ-Fotograf Gerd Schypulla mit seiner Kamera auch noch hinaufklettert, um einen waghalsigen Panorama-Schuss zu machen, versammeln sie sich hochoben alle um den Reporter: Wer ist auf dem schönsten Foto vom Sprungturm zu sehen?

Ja, dieser 2. Juli 2015 hat es wettermäßig wirklich in sich. Das haben sich auch Nicole und Anna-Marie Wijayakumaran aus Gladbeck gesagt, deren familiäre Wurzeln auf Sri Lanka liegen. Um sich vor der Sonne zu schützen, spazieren die jungen Damen mit Regen-, pardon: Sonnenschirm durch die Stadt. Das sieht richtig gut aus, denn die beiden machen das mit geradezu asiatischer Eleganz. Ja, das wirkt ja fast wie eine Straßenszenerie in Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka. Doch die beiden jungen Damen weisen sogleich auf einen wichtigen meteorologischen Unterschied hin: „Dort ist es noch wärmer.“