Abend über Antisemitismusim Fußballstadion

Wie antisemitische Vorurteile im Fußball ein Ventil finden – und wie man ihnen frühzeitig begegnen sollte - das ist Thema eines Vortragsabends, zu dem der FC Schalke 04 mit der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen-Gladbeck-Bottrop am Montag, 27. April, um 19 Uhr in die Neue Synagoge in Gelsenkirchen an der Georgstraße 2 einlädt.

Im Juli 2014 wurde die Jüdische Gemeinde attackiert, erhielt Drohungen im Internet. Das war kein Einzelfall, in Deutschland hat es 2014 laut Amadeu-Antonio-Stiftung 1076 antisemitische Straftaten gegeben, ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Fans und Mitarbeiter des FC Schalke 04 wollen nun mit der Jüdischen Gemeinde ein Zeichen setzen, 70 Jahre nach der Befreiung von den Nationalsozialisten. Der Berliner Journalist Ronny Blaschke wird anhand vieler Vorfälle aufzeigen, wie sich der Antisemitismus im Fußball gewandelt hat – verschwunden war er nie. In einer Podiumsdiskussion diskutieren Vertreter der Jüdischen Gemeinde, der Schalker Fan-Initiative und des Fanprojekts, ob der Sport gegen Diskriminierung wirken kann. Der Eintritt ist frei.